Unser Hund macht Urlaub an der Ostsee


Im vergangenen Sommer haben wir mit Kind und Hund einen Urlaub an der Ostsee verbracht. Unsere Schwiegereltern waren ebenso mit ihren zwei Hunden mit dabei und wir möchten von unseren Eindrücken aus der Sichtweise unseres Vierbeiners schildern

Wir hatten uns gezielt eine Ferienanlage in Markgrafenheide gesucht. Denn wir wussten, dass es dort einen direkten Aufgang zum Hundestrand gab.

Die Anfahrt zur Ostsee

Unsere Hündin haben wir mit knapp drei Jahren bekommen. Davor genoss sie nur wenig Erziehung und war stets von Kindern umgeben. Sicherlich ein Grund, warum sie bis heute noch nervös auf Kinder reagiert. Wir hofften darauf, dass sie sich mit der Zeit bei uns beruhigen würde. Außerdem erhielt sie gelegentlich ein Hundetraining, aber eben nicht regelmäßig genug, befürchten wir.

Bis dato war sie auch nur selten in größeren Menschenmengen mit uns unterwegs gewesen.

Während der Autofahrt verhält sich Josy stets sehr angespannt. Sie legt sich nur selten hin und ruht aus, ein „Sitz“ wird nach wenigen Sekunden wieder vergessen. Deshalb und auch wegen unserer Tochter, legten wir einmal in der Stunde eine Pause ein. Gassi gehen und die Beine vertreten. Ein paar Leckerli und etwas aus der Hand trinken, denn Näpfe unterwegs werden ignoriert.

Endlich angekommen

Spaßig war diese Autofahrt für unsere Hundedame sicherlich nicht. Nach 5,5 Stunden hatten wir unser Ziel erreicht. Nach dem kurzen Checkin wurde das Ferienhaus bezogen. Wir schlossen die Türen uns alle drei Hunde schnüffelten aufgeregt durch jedes Zimmer des Hauses.

Nach dem Auspacken gingen wir direkt zum Strand. Die Sonne suchte schon ihren Horizont, aber das Wetter war gut genug gewesen, um wenigstens einmal kurz die Füße ins Wasser zu halten.

In den Abendstunden bewegen sich nur noch wenige Menschen am Hundestrand. Den Leinenzwang hielten wir natürlich trotzdem ein. Unsere Hündin ist alles andere als wasserscheu. Sie muss mit diesem Element nur jedes Mal „warm werden“. Wir helfen etwas nach, in dem wir ihren Spielball an einer Schnur befestigt ins Wasser werfen.

Wir müssen immer lachen, wenn sie die Schnauze unter Wasser steckt, ausatmet und die Blasen aufsteigen. Sie genießt diese Unterwasserwelt sichtlich.

Unser Ausflug nach Warnemünde mit Hunden

Das stand ganz fest auf unserem Plan, denn wir wollten sehen, wie sich die Promenade von Warnemünde in den letzten Jahren verändert hatte. Also nahmen wir die einzige Fähre von Markgrafenheide und unsere Vierbeiner kamen mit.

Und da waren sie wieder, die großen Menschenmassen. Auf der Fähre selbst war noch alles in Ordnung. Doch danach überströmten die Eindrücke unsere Hunde. Besonders die Damen reagierten teilweise über.

Wir gingen einmal die Promenade entlang und hielten am letzten Café bevor es nur noch geradeaus zum Leuchtturm ging. Eine Fehlentscheidung, wie wir sofort feststellen mussten.

Genau an dieser Ecke gingen alle Touristen vorbei und folglich auch deren Hunde. Wir tranken unseren Kaffee/Tee alle und gingen zurück. Wir beschlossen an einem anderen Tag wiederzukehren, aber ohne unsere treuen Begleiter. Einfach um allen den Stress zu ersparen.

Zu allem Überfluss, riss sich unsere Josy auf dem Rückweg noch aus ihrem Geschirr los. Das hatte sie noch nie geschafft. Doch die vielen anderen Hunde und auch die Möwen, waren einfach zu interessant.

Die restliche Zeit

Eben weil unsere Hunde solche Menschenmengen nicht gewohnt sind, haben wir unsere Strategie für die restlichen Tage abgeändert. Wir machten unsere üblichen Spaziergänge auf dem Gelände der Ferienanlage. Einer davon ging mindestens zum Strand, damit auch unsere Vierbeiner den Spaß am und im Wasser genießen konnten. (insbesondere Josy)

Ansonsten ließen wir die drei überwiegend im Ferienhaus. Im Verbund zu sein sind sie gewohnt und sie verhalten sich ruhiger als allein.

In diesem Sommer steht wieder ein Urlaub mit Hund an. Dieses Mal wird sie die einzige Fellnase unter uns sein. Deshalb gibt es ab sofort auch mehr Hundetraining, spielerische Übungen mit verschiedenen Hundespielzeugen sowie den Umgang mit anderen Hunden. Damit sie noch mehr Selbstvertrauen aufbaut und in ein paar Monaten fit für die nächste Reise ist.

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