Hundesteuer

Die Hundesteuer ist eine Gemeindesteuer, mit der das Halten von Hunden besteuert wird. Wie jede Steuer ist sie eine öffentlich-rechtliche Abgabe, der keine bestimmte Leistung (etwa das Reinigen der Straßen von Hundekot) gegenübersteht und die nach dem Gesamtdeckungsprinzip zur Finanzierung aller kommunalen Aufgaben mitverwandt wird. Die Hundesteuer zählt zu den Aufwandsteuern.[1]

Weltgeschichte

1796 wurde in Großbritannien eine staatliche Hundesteuer eingeführt und 1987 abgeschafft. Oft wurde sie als weltweit erste Hundesteuer bezeichnet.[2] Im deutschen Sprachraum schlug der Dresdner Scharfrichter Polster Mitte des 18. Jahrhunderts die Einführung einer Hundesteuer zur Populationskontrolle vor, scheiterte mit diesem Vorschlag jedoch.[3][4]

Deutschland

Allgemein

Die Hundesteuer wird als Jahressteuer pro gehaltenem Hund erhoben und ist eine Aufwandsteuer, die in den Kommunen erhoben wird. Sie ist eine direkte Steuer, da Steuerträgerund Steuerpflichtiger der Hundehalter ist. Rechtsgrundlage für die Erhebung der Hundesteuer ist die jeweilige kommunale Hundesteuersatzung, die ihrerseits auf dem Kommunalabgabengesetz des Bundeslandes beruht. In den Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg gilt unmittelbar das Hundesteuergesetz. Das baden-württembergische und das saarländische Kommunalabgabengesetz verpflichten die Kommunen zur Erhebung einer Hundesteuer.[5][6] Allerdings gibt es nur sehr wenige Gemeinden in Deutschland, die keine Hundesteuer erheben (z. B. Eschborn und Windorf). Die zuvor hundesteuerfreie Stadt Hörstel in Nordrhein-Westfalen führte die Hundesteuer mit Beginn des Jahres 2011 ein.

Das Recht zur Erhebung der Hundesteuer haben die Gemeinden. Die Verwaltung der Steuer und der Ertrag steht den Städten und Gemeinden zu, die in Satzungen die Regelungen zu Befreiungsmöglichkeiten und zur Höhe der Steuer festlegen. Daher variiert der Steuersatz von Gemeinde zu Gemeinde erheblich. Die Stiftung Warentest stellte in einem Vergleich von 70 Städten und Gemeinden im Jahr 2015 Beträge zwischen 0 und 186 Euro pro Jahr fest.[7]

Die kommunale Aufwandsteuer wurde ursprünglich ausschließlich auf die Haltung von Hunden und nicht auf die Haltung anderer Tiere erhoben, inzwischen erheben einige Gemeinden aber auch eine Pferdesteuer. Die Steuer wird von den Städten und Gemeinden als zusätzliche fiskalische Einnahmemöglichkeit beim Ausgleich der kommunalen Haushalte gesehen.

Oft wird die Steuerhöhe für den zweiten und jeden weiteren Hund, in der Regel pro Haushalt, nicht pro Halter, vervielfacht. Viele Kommunen setzen daneben für bestimmte Hunderassen (sogenannte Kampfhunde oder „Listenhunde“) einen stark erhöhten Steuersatz fest. So verlangt zum Beispiel Cottbus 270 Euro und Starnberg 1000 Euro pro Jahr.[7]

Neben dem Einnahmezweck verfolgt die Hundesteuer auch als kommunale Lenkungsabgabe den ordnungspolitischen Zweck, die Zahl der Hunde im Gemeindegebiet zu begrenzen.

Für Hunde, die zu gewerblichen Zwecke gehalten werden (zur gewerblichen Hundezucht oder für den Hundehandel, Hütehunde), darf keine Hundesteuer erhoben werden, da die Gesetzgebungskompetenz der Länder aus Art. 105 Abs. 2a GG (örtliche Verbrauch- und Aufwandsteuern) nur eine Steuer für das Halten von Hunden durch natürliche Personen zu privaten Zwecken abdeckt. Daneben sehen die Kommunalsatzungen oftmals Steuerbefreiungen oder -ermäßigungen für BlindenhundeHütehundeGebrauchshunde, Hunde mit bestandener Begleithundeprüfung, Hunde in oder aus Tierheimen sowie für private Hundezüchter vor.

Hundesteueraufkommen Deutschland in Mill. Euro[8]
199719981999200020012002200320042005200620072008
Gemeindesteuern der Stadtstaaten151516161716161516151515
Steuereinnahmen der Gemeinden/Gv.154164172182192196203210216220224232
Summe169179188198209212219225232235239247

Erhöhte Steuer für als gefährlich geltende Hunderassen

Die Obergrenze für die Hundesteuer, insbesondere für die von Kritikern als „Strafsteuer“ bezeichnete erhöhte Steuer auf „Listenhunde“, ist umstritten.

Die Auflistung von Hunderassen für eine Veranlagung zu einer erhöhten Hundesteuer liegt weitgehend im Gestaltungsspielraum des örtlichen Satzungs- bzw. Landesgesetzgebers. Einzelne Klagen dagegen führten aber auch schon zu Urteilen gegen die sachlich nicht begründete Aufnahme in eine Liste angeblich gefährlicher Hunderassen. So vertrat das Verwaltungsgericht Göttingen beispielsweise in einem Urteil vom 12. Juli 2004[9] die Auffassung, auch unter Berücksichtigung des dem Satzungsgeber zustehenden, grundsätzlich weiten Gestaltungsspielraums fehle es an hinreichend sachbezogenen Gründen dafür, Gebrauchshunde der Rasse Dobermann unter dem Aspekt der Schadensauffälligkeit als Kampfhunde einzustufen, aber Hunde anderer anerkannter Gebrauchshunderassen – insbesondere den Deutschen Schäferhund –, die nach Größe, Beißkraft und Schadensauffälligkeit ein gleiches Gefahrenpotential aufweisen, demgegenüber von der erhöhten Hundesteuer freizustellen. Für das diesbezüglich vom Satzungsgeber verfolgte Regelungskonzept seien hinreichend sachbezogene, die ungleichen Rechtsfolgen nach Art und Gewicht rechtfertigende Gründe nicht zu erkennen.

Hürth beschloss als erste Stadt im Mai 1991 eine von 108 DM auf 2.160 DM erhöhte Hundesteuer für sogenannte „Kampfhunde“, die als besonders aggressiv und angriffslustig gelten.[10]

Das Bundesverwaltungsgericht erachtete die erhöhte Steuer für Kampfhunde im Jahr 2000 für grundsätzlich zulässig.[11] Allerdings hält der 4. Senat des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs mit seinem (noch nicht rechtskräftigen) Urteil vom 25. Juli 2013 eine Hundesteuer für Kampfhunde in Höhe von 2.000 Euro für unzulässig.[12]

Geschichte

Bereits seit dem ausgehenden Mittelalter, im 15. Jahrhundert, mussten die lehnsrechtabhängigen Bauern für ihre Hundehaltung ‚Hundekorn‘ bezahlen und ihre ‚Hundegestellungspflicht‘, wie das Bundesfinanzministerium über die Vorgeschichte der Hundesteuer aufklärt, im Rahmen der Jagdfrondienste bei ihrem Lehnsherrn ablösen.

Im damals noch dänischen Herzogtum Holstein wurde bereits am 20. März 1807 die Hundesteuer durch den König Christian VII. eingeführt, um den Kommunen die Möglichkeit zu geben, ihre Armenkassen aufzubessern.

In Deutschland wurde die Hundesteuer erstmals durch eine Verordnung der Fürstlich Isenburgischen Regierung vom 28. Februar 1807 in der Stadt Offenbach am Main erhoben; sie betrug jährlich einen Reichstaler und sollte als Beitrag zur Tilgung städtischer Kriegsschulden dienen.[13] Als seuchenpolizeiliche Maßnahme zur Verringerung der Hundezahl und damit der Tollwutgefahr wurde sie mit der Verordnung vom 19. Mai 1809 und Abgabe ab 1. Juli 1809 in Sachsen-Coburg eingeführt. Hier war die jährlich zu entrichtende Abgabe bei Hündinnen geringer als bei Rüden; halb befreit waren Wachhunde für Hausbesitzer in nicht im Wald liegenden Dörfern; ganz befreit waren zwei Hunde für Jäger, einer für jede Herde von Schäfern, Wachhunde für Lotto-Boten, Amts- und Gerichts-Frohnen, Nachtwächter, Hausbesitzer in Walddörfern und abgelegener einzelner Wohnungen, Scherenschleifer und andere Gewerbetreibende, die ihn zu ihrer Sicherheit brauchten, sowie die vom Scharfrichter gehaltenen herrschaftlichen Jagdhunde. Für die abgabefreien Sicherheitshunde bestand Maulkorbpflicht. Es wurden für alle Hunde Blechmarken mit Nummern ausgegeben, die am Halsband anzubringen waren. Für halb oder ganz steuerbefreite Hunde waren sie etwas teurer. Der Nachrichter hatte nicht markierte Hunde einzufangen. Fremde hatten ihre Hunde nicht auf die Straße laufen zu lassen; das sollte in Poststationen und Gasthäusern angeschlagen werden. Gleichzeitig wurde verfügt, dass der erste Wurf einer jeden Hündin zu ertränken ist.[14][15]

Am 6. Juli 1809 wurde eine vierteljährliche Hundesteuer im Königreich Württemberg erlassen, wobei herrschaftliche Hunde, Hunde von Mitgliedern des Königshauses und Jagdhunde von Jägern und Jagdherrn ausgenommen waren.[15] In den Jahren 1839–1841 wurden die Steuersätze herabgesetzt, was eine starke Vermehrung der Hunde bewirkte, so dass man 1842–1844 wieder die höheren Sätze einhob und ein zweiter „Luxushund“ mehr als der erste kostete. Die Hälfte ging an die Ortskasse.[16]

Friedrich Wilhelm III. erließ mit 28. Oktober 1810 das „Edikt über die neuen Consumptions- und Luxus-Steuern“, welches neben Steuern für etwa Diener und Pferde auch für Hunde eine so genannte Luxussteuer einführte. Der Staat war der Ansicht, dass jemand, der es sich leisten kann, Hunde zu halten, die keine Nutztiere sind, daneben auch noch genug Geld haben muss, um dafür einen Sonderbeitrag zu zahlen. Ausgenommen waren Hunde, die für ein Gewerbe notwendig waren, und Wachhunde der Bauern.[17] Es war eine Staats-Steuer. Die Ansichten änderten sich aber. Mit der Kabinettsorder vom 29. April 1829 wurde den Stadtgemeinden die Berechtigung erteilt, eine Hundesteuer einzuheben.[18] Dies war in Deutschland somit die erste allgemeine staatliche Berechtigung für eine Hundesteuer von Kommunen. Die Einführung trug 1830 zur explosiven Lage in der Berliner Schneiderrevolution bei.[19] Mit der Kabinettsorder vom 18. Oktober 1834 erhielten auch Kommunen, die keine Städte waren, das Recht, eine Hundesteuer einzuführen.[20] 1840 reihte der preußische Staatswirtschaftler Johann Gottfried Hoffmann die Hundesteuer unter die „Steuern, wodurch Aufmerksamkeit für ihren Gegenstand erweckt werden soll“ sowie unter jene Steuern ein, deren hauptsächlicher Zweck nicht ist, Einkommen zu verschaffen.[21]

Unglücksfälle durch tollwütige Hunde bei Mensch und Tier bewogen das Großherzogtum Baden, mit Erlass vom 13. Februar 1811 eine jährliche Hundesteuer einzuführen (in Amts-Städten halbjährlich eingehoben), um die übermäßige Anzahl der Hunde und damit die Gefahr zu minimieren. Man nahm nämlich an, dass wer die Taxe entrichten könne, auch für die ordentliche Verpflegung sorgen könne. Jeder Hundebesitzer bekam einen Erlaubnisschein. Von der Steuer befreit waren Metzger, Fuhrleute, Wächter, Hirten, Schäfer, Feldhüter und Bannwarte. Ebenso befreit waren Wachhunde von Gebäudebesitzern, die bei offenem Tor anzuketten waren, sowie die Hunde jagdberechtigter Stellen, die außerhalb der Zeit des Gebrauchs eingesperrt zu halten waren.[15]

Österreich

Allgemein

Das Halten von Hunden unterliegt in Österreich der Steuerpflicht und wird in Form der nicht zweckgebundenen Hundeabgabe eingehoben. Zu diesem Zweck sind Hunde ab einem Lebensalter von drei Monaten der zuständigen Behörde zu melden, welche das jeweilige Gemeindeamt oder Magistrat ist. Die Anmeldung kann für viele Gemeinden bereits online durchgeführt werden.[22] Sobald der vorgeschriebene Betrag entrichtet wurde, erhält der Hundehalter dafür die Hundemarke. Die Hundemarke ist sichtbar am Hund anzubringen wenn dieser das Haus verlässt.

Die Höhe der Hundeabgabe variiert in den Bundesländern und Gemeinden. So schreibt die Stadtkasse Wien jährlich 72 € für den ersten und 105 €[23] für jeden weiteren Hund vor, hingegen schreibt der Tiroler Landtag den Gemeinden eine maximale Höchstabgabe von 45 €[24] je Hund pro Jahr vor. Auch die Befreiung von der Abgabe ist länder(gemeinde)spezifisch unterschiedlich geregelt. Die großzügigste Regelung sieht der steiermärkische Landtag vor (siehe §§ 2, 4[25]). Verstöße gegen das Hundehaltungsgesetz ziehen eine Verwaltungsstrafe nach sich, welche beispielsweise in Oberösterreich eine Geldstrafe von bis zu 7.000 €[26] ausmachen kann.

Eine Besonderheit bietet die Stadt Wien an. Der Hundehalter kann eine freiwillige Hundeführscheinprüfung[27] ablegen. Wird diese vom Hundehalter und dem Hund erfolgreich absolviert, fällt im Folgejahr für den geprüften Hund einmalig keine Hundeabgabe an.

Einführung

Mit dem BGBl. 150/1934 und 120/1937 § 10 lit. c wurde erstmals bundeseinheitlich eine Rechtsgrundlage für die Hundeabgabe geschaffen. Sie schreibt keine Höhe vor, sondern bestimmt, dass die Gemeinden die Hundeabgabe einnehmen und zweckfrei verwenden dürfen.

Land Vorarlberg

Eingeführt wurde die Hundetaxe mit dem LGBl. Nr. 33, am 8. Juli 1875. Das Gesetz wurde bis zu seiner heute gültigen Fassung fünfmal geändert: 16/1886, 83/1920, 10/1922, 7/1923, 22/1937[28]. Die Änderungen betrafen lediglich jeweils die Mindesthöhe bzw. die Höchstgrenze der Abgabe. Die Gemeinde Lorüns beschloss am 7. Oktober 2008, abseits der Regelungen des Finanzausgleichsgesetzes, erstmals auch Therapiehunde von der Hundesteuer zu befreien.[29]

Land Tirol

Das Tiroler Hundesteuergesetz T trat mit 1. Jänner 1980 in Kraft und löste den § 25 Gemeindeabgabegesetz LGBl. 43/1935 ab. Die Stadt Hall in Tirol hat die Hundesteuer 1850 eingeführt, um der wachsenden Anzahl an Hunden Herr zu werden.[30]

Land Salzburg

Eine landeseinheitliche Regelung ist nicht verlautbart. Die Gemeinden des Landes Salzburg beziehen sich bei ihren Verordnungen auf die verschiedenen Ausgaben des Finanzausgleichsgesetzes.

Land Oberösterreich

Im Jahr 2002 wurde das Hundehaltegesetz OÖ eingeführt. Das Land Oberösterreich verpflichtet seine Gemeinden im § 10, gestützt durch den § 8 Abs. 5 und 6 FAG 1948 (BGBl. Nr. 46/1948) eine Hundeabgabe einzuheben.

Land Niederösterreich

Im Jahr 1979 wurde das Hundeabgabegesetz NÖ eingeführt.

Land Steiermark

Der Landtag beschloss am 14. März 1950 das Hundeabgabegesetz Stmk. § 5 stellt für Hundezüchter eine Begünstigung in Aussicht.

Land Kärnten

Das Hundeabgabegesetz Ktn wurde am 1. Jänner 1970 eingeführt. Das Gesetz befreit ausdrücklich Hunde in Tierasylheimen von der Abgabe.

Land Burgenland

Eingeführt wurde das Hundeabgabengesetz Bgld am 1. Jänner 1950. Das Gesetz sieht eine Mindest- und Höchstabgabe für Nutzhunde vor, sowie eine Mindestabgabe für sonstige Hunde.

Land Wien

Eingeführt wurde das Hundeabgabegesetz Wien am 1. Jänner 1922 und bis zur heute gültigen Fassung unterlief es sieben Novellen. Die Höchstabgabe wird durch das Gesetz festgelegt. Vor der Abspaltung 1921 gab es schon in der zum Land Niederösterreich gehörenden Stadt Wien eine Hundesteuer.

Schweiz

Die Hundesteuer wird von den Gemeinden aufgrund der kantonalen Hundegesetze erhoben. Teilweise fliesst ein Teil der Hundesteuer in die Kasse der Kantone. Im Kanton Zürich hat z.B. jede Gemeinde pro besteuertem Hund einen Betrag an den Kanton abzuführen.

Andere europäische Länder

In Dänemark gibt es seit 1972 keine Hundesteuer mehr. Frankreich hat die Hundesteuer bereits 1979 abgeschafft, England im Frühjahr 1990 (in beiden Ländern gibt es weitaus mehr Hunde als in Deutschland). In Schweden wurde sie 1995 abgeschafft. In den folgenden Jahren wurde die Hundesteuer auch in Belgien, Spanien, Italien, Griechenland, Ungarn und Kroatien abgeschafft. In den Niederlanden kann eine Kommune eine Hundesteuer erheben, in Luxemburg besteht eine Verpflichtung zur Erhebung.

Rest der Welt

In Namibia wird eine Abgabe für Hunde unter anderem in der Hauptstadt Windhoek erhoben. Sie ist für alle Hunde ab dem 6. Lebensmonat vorgeschrieben und beträgt pro Kalenderjahr N$ 30 für Rüden sowie nicht kastrierte weibliche Hunde und N$ 15 für kastrierte weibliche Hunde.[31] Die Verordnung wird von der Stadtpolizei Windhoek überwacht.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Hochspringen OVG Münster, Beschluss vom 14.05.2012 – Az.: 14 A 926/12
  2. Hochspringen Patrick Ernst Sensburg, Martin Maslaton: Abgabenrecht in der Zuständigkeit der Verwaltungsgerichte. BWV Verlag, 2007, ISBN 978-3-8305-1284-4, S. 72 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)
  3. Hochspringen Otto Richter 1891: Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte der Stadt Dresden, Seite 203
  4. Hochspringen Johann Caspar Glenzdorf; Fritz Treichel: Henker, Schinder und arme Sünder. 2 Bde., Bd. 1: Beiträge zur Geschichte des deutschen Scharfrichter- und Abdeckerwesens. S. 90, W. Rost, Bad Münder am Deister 1970.
  5. Hochspringen Kommunalabgabengesetz Baden-Württemberg
  6. Hochspringen Saarländisches Kommunalabgabengesetz (PDF; 52 kB)
  7. ↑ Hochspringen nach:a b FAQ Hundesteuer: Antworten auf die wichtigsten Fragen In: Stiftung Warentest/test.de vom 14. April 2015.
  8. Hochspringen 1997–1998: Statistisches Bundesamt Deutschland: Finanzen und Steuern. Rechnungsergebnisse des öffentlichen Gesamthaushalts – Fachserie 14 Reihe 3.1 – 2001. Erschienen am 22. Dezember 2004. (online xls-Datei 6,2 MB)
    1999–2003: Statistisches Bundesamt Deutschland: Finanzen und Steuern. Rechnungsergebnisse des öffentlichen Gesamthaushalts – Fachserie 14 Reihe 3.1 – 2003. Erschienen am 16. Februar 2006. (online xls-Datei 5,4 MB)
    2004–2008: Statistisches Bundesamt Deutschland: Finanzen und Steuern. Rechnungsergebnisse des öffentlichen Gesamthaushalts – Fachserie 14 Reihe 3.1 – 2008. Erschienen am 29. Juli 2011, korrigiert am 19. Oktober 2011. (online xls-Datei 5,8 MB)
  9. Hochspringen VG Göttingen, Urteil vom 12. Juli 2004 (PDF; 32 kB), Az. 3 A 38/03, Volltext.
  10. Hochspringen Aktuell ’92 (Das Lexikon der Gegenwart), Harenberg-Lexikon-Verlag, ISBN 3-611-00222-4, S. 215.
  11. Hochspringen BVerwG, Urteil vom 19. Januar 2000, Az. 11 C 8/99, Volltext.
  12. Hochspringen Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs vom 25. Juli 2013 Az. 4 B 13.144,
    Bayerischer Verwaltungsgerichtshof: Pressemitteilung. 2.000 Euro Hundesteuer für einen Kampfhund sind zu viel. München, 8. August 2013 (pdf; 43,2 kB)
  13. Hochspringen Beilage zu Nro. 13 des Privilegirten Offenbacher Frag- und Anzeigenblatts, 28. Februar 1807
  14. Hochspringen Mandat, das Hundehalten in den Herzogl. S. Coburg. Landen betreffend. In: Sammlung der Landesgesetze und Verordnungen für das Herzogthum Coburg auf den Zeitraum von 1800 bis 1826 und resp. weiter bis 1839 incl. Band 13: Gesetze und Verordnungen polizeilichen Inhalts. Kommission bei J. D. Meusel und Sohn, Coburg 1844, S. 156–164 (Online in der Google-Buchsuche zusammen mit Band 14)
  15. ↑ Hochspringen nach:a b c Johann Paul Karl: Vollständiges theoretisch-praktisches Handbuch der gesamten Steuer-Regulierung. 2. Band (mit Biographie), K. H. Rau, Erlangen 1816, S. 167–176, S. 272 (Online in der Google-Buchsuche)
    S. 167: Sachsen-Coburg, Einführung einer Taxe auf die Hunde betreffend, 19. Mai 1809
    S. 173: Württemberg, Kgl. General-Rescript, die Einführung einer Taxe auf die Hunde betreffend, 6. Juli 1809
    S. 174: Baden, 13. Februar 1811
  16. Hochspringen Karl Heinrich Rau: Lehrbuch der politischen Oekonomie. 2. Auflage. 3. Band, 2. Teil, C. F. Winter, Heidelberg 1846, S. 188 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)
  17. Hochspringen Hermann-Wilfried Bayer: Steuerlehre: Steuerverfassung, Steuergesetz, Steuergericht. Walter de Gruyter, 1998, ISBN 3-11-004568-0, S. 411 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)
  18. Hochspringen Heinrich Simon: Das preussische Staatsrecht. 2. Teil, Georg Philipp Aderholz, Breslau 1844, S. 521 (Online in der Google-Buchsuche)
  19. Hochspringen Ilja MieckVon der Reformzeit zur Revolution (1806–1847). In: Wolfgang Ribbe (Hrsg.): Geschichte Berlins, Erster Band. Verlag C.H.Beck, München 1987, S. 528. ISBN 3-406-31591-7
  20. Hochspringen Vollständiges Archiv der von 1816 bis mit 1836 durch die Amtsblätter der Königl. Preuss. Regierung zu Magdeburg publicirten, die Justiz und gesammte Verwaltung betreffenden allerhöchsten Landes-Provinzial- und Kreisverfügungen, Franzen und Große, Stendal 1838, S. 253 (Online in der Google-Buchsuche)
  21. Hochspringen Johann Gottfried Hoffmann: Die Lehre von den Steuern. Als Anleitung zu gründlichen Urtheilen über das Steuerwesen, mit besonderer Beziehung auf den preussischen Staat. Nicolai, Berlin 1840, S. IX, S. 90 (Online in der Google-Buchsuche)
  22. Hochspringen www.help.gv.at Online Antragsformular
  23. Hochspringen Wien schöpft bei Hundeabgabe ab 2012 gesetzlichen Rahmen aus
  24. Hochspringen Gesetzestext des Tiroler Landtages zur Hundeabgabe
  25. Hochspringen Gesetzestext des Steiermärkischen Landtages zur Hundeabgabe
  26. Hochspringen Gesetzestext des Oberösterreichischen Landtages zur Hundeabgabe
  27. Hochspringen Hundeführschein der Stadt Wien (pdf)
  28. Hochspringen Vorarlberger Archiv der Landesgesetzblätter
  29. Hochspringen Gemeinderatssitzung am 7. Oktober 2008 der Gemeinde Lorüns in Vorarlberg (PDF; 89 kB)
  30. Hochspringen Histor. Hundesteuer Hall in Tirol
  31. Hochspringen City of Windhoek, Citizen Portal: Dog licences abgerufen am 3. November 2012

 

 

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Auch im Urlaub abgesichert – Reiseschutz für den Hund

Reiseschutz für den Hund

Steht ein Urlaub an, müssen sich Hundebesitzer immer die gleiche Frage stellen: wohin kommt der Hund während der Reise? Soll der Vierbeiner die Zeit in einem Zwinger oder einer Hundepension verbringen oder kann er doch mit in den Urlaub? Um dir die Entscheidung etwas zu erleichtern, gibt es nun auch die Reiseversicherung für den Hund.

Über das Angebot

Während viele Versicherungen wie die HanseMerkur oder die Würzburger-Versicherung eine Art Kombi-Versicherung anbieten, in der ein Hund als Familienmitglied aufgeführt wird und zumindest von einer Reiserücktrittsversicherung profitieren kann, bietet die Allianz in Zusammenarbeit mit Elviva einen Reiseschutz speziell für Hunde an. Dieser gilt für alle Reisen innerhalb von Deutschland und Europa, welche bis zu 45 Tagen andauern können.

Die Versicherung deckt dabei Krankheiten und mögliche Unfallverletzungen während der Reise ab und übernimmt die Kosten bei einem ambulanten Aufenthalt bis 500 Euro und bei einem stationären Aufenthalt bis 1000 Euro. Zusätzlich ist eine Reiserücktrittsversicherung für den Hund mit einbegriffen, falls dein Hund den Urlaub nicht antreten kann.

Was nicht abgedeckt wird

Der Reiseschutz für den Hund greift nur dann, wenn eine Erkrankung oder eine schwerere Verletzung des Tieres direkt im Urlaub passiert. Dazu zählt auch eine Vergiftung durch Tierbisse oder wenn dein Hund etwas Giftiges frisst. Die Versicherung übernimmt allerdings keinerlei Kosten für die Vorbereitungen für eine Reise. Das heißt, dass eine Voruntersuchung in Deutschland sowie mögliche Schutzimpfungen selbst bezahlt werden müssen. Wenn bei der Untersuchung vor Reiseantritt bereits eine Erkrankung festgestellt wird oder der Hund bekanntermaßen an einer chronischen Erkrankung leidet, greift der Reiseschutz ebenfalls nicht. Denn bei bestehenden Leiden ist eine notwendige ärztliche Behandlung während des Urlaubs für die Versicherungen absehbar, weshalb sie kranke Hunde auch nicht extra versichern werden. Das würde für dich bedeuten, dass du die vollen Kosten für eine Behandlung deines Hundes übernehmen müsstest. Deshalb ist es wichtig, solche Erkrankungen bereits im Vorfeld anzugeben, um zu überprüfen, ob du für deinen Hund überhaupt einen Reiseschutz abschließen kannst.

Wuff!: Reiserücktrittsschutz von LTA gilt jetzt auch für Hunde

Wer mit dem geliebten Vierbeiner den Jahresurlaub plant, kann jetzt Dank des erweiterten Leistungsumfangs von LTA sorglos an die Ferienzeit denken. Denn bei einer Erkrankung oder Unfallverletzung des zur Reise angemeldeten Hundes greift im Fall eines Reiserücktritts der Schutz von LTA.

Strand und Meer, Outdoor und Camping, Berge und Natur oder ab in die City. So unterschiedlich die Urlaubspläne von Hundebesitzern sind, so ähnlich sind doch die Sorgen. Was passiert, wenn mein Hund nicht fit für die Reise ist? Für den Schutz von Herrchen und Frauchen ist meist gesorgt. Was aber, wenn man aufgrund einer Erkrankung des Hundes den lang geplanten und teuren Urlaub nicht antreten kann? Die Lifecard-Travel-Assistance Gesellschaft für Reiseschutz mbH (LTA) hat speziell für solche Fälle einen Versicherungsschutz für Hunde mit in ihr Angebot aufgenommen.

Sicherheit für Herrchen, Frauchen und Vierbeiner

Der Versicherungsschutz von LTA greift, wenn aufgrund des Zustandes des Vierbeiners die geplante Reise nicht angetreten werden kann. Im Falle einer unerwarteten schweren Erkrankung oder einer schweren Unfallverletzung des zur Reise angemeldeten Hundes fällt damit der Reiserücktritt unter den Versicherungsschutz.

Die LTA bietet für die schönste Zeit des Jahres von Basic- bis All-in-One-Paketen ein breites Spektrum an Dienstleistungen rund um den Reiseschutz an. Mit der Aufnahme der „Hunde-Klausel“ greifen diese nun noch umfangreicher und können noch gezielter auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden, insbesondere der Hundebesitzer, zugeschnitten werden.

Weitere Informationen: www.lta-reiseschutz.de

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zooplus unterstützt den Tierschutz mit über 160.345 Euro

Um lokale Tierschutzorganisationen bei ihrer Arbeit zu unterstützen, hat zooplus die Charity-Eigenmarke „zoolove by zooplus“ ins Leben gerufen. „zoolove by zooplus“ macht gemeinsam mit Ihnen, unseren Kunden, Tierschutzträume wahr: 10 Prozent von jedem verkauften zoolove-Produkt gehen als Spende an einen gemeinnützigen Tierschutzverein. Im Jahr 2016 wurden gemeinsam mit den internationalen zoolove-Shops diverse Vereine im In- und Ausland unterstützt. Dabei kam eine unglaubliche Spendensumme von 160.345,50 Euro zusammen!

„zoolove by zooplus“ ist mittlerweile nicht mehr nur in Deutschland, sondern auch in die internationalen zooplus-Shops in Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden, Dänemark, Spanien, Tschechien, Slowakei, Belgien, Schweden, Finnland, Polen und Italien erhältlich. Mit Unterstützung der zooplus-Kunden kam ein unglaublicher Betrag für den Tierschutz zusammen: Insgesamt 160.345,50 Euro gingen an gemeinnützige Organisationen!

Darunter auch die bisher größte Spende: In den Monaten November und Dezember 2016 wurden 15.108,61 Euro für das Tierheim Recklinghausen e.V. gesammelt. Ein unglaublicher Betrag, der ausschließlich im Sinne der Tiere eingesetzt wird. Das Tierheim Recklinghausen e.V. liegt mitten im Grünen, im Hohenhorster Wald in Recklinghausen. Eine große Sorge der Tierschützer: Das Außengehege für Kaninchen wurde bereits im Juni 2014 durch den großen Pfingststurm zerstört. Nun sollen die Gehege endlich neugestaltet werden, damit die Kaninchen im Frühjahr wieder viel Platz unter der Sonne genießen können. Die Geschäftsführung des Tierschutzvereins in Recklinghausen freut sich riesig über das Engagement der zoolove-Kunden: „Mit über 15.000 Euro können wir eine Menge erreichen und unsere Kaninchen bekommen endlich ein tolles Außengehege! Ich möchte mich nochmal im Namen aller Zwei- und Vierbeiner bei dem zoolove-Team, aber vor allem bei den zooplus Kunden für die großzügige Spende bedanken.

Neben dem Tierheim Recklinghausen e.V. unterstützen zooplus-Kunden auch die Tiertafel Berlin e.V., den Tierschutzverein Schramberg e.V., die Hilfe für Herdenschutzhunde e.V., die Tierrettung Potsdam und den Tierschutzverein Neuwied e.V.

Doch nicht nur Tierschützer in Deutschland dürfen sich über Unterstützung freuen. Denn auch die internationalen zooplus-Shops in Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden, Dänemark, Spanien, Tschechien, Slowakei, Belgien, Schweden, Finnland, Polen und Italien haben das Konzept übernommen. Der britische zoolove-Shop unterstützte die Organisation “Teckels Animal Sanctuaries”. Dabei kamen £2.625,32 für den guten Zweck zusammen. Ein Betrag, der einen Unterschied macht! “Ohne Unterstützung von Firmen wie zooplus könnten wir unsere Arbeit nicht fortführen”, erklärt Abigail Brooks-Daw, Chair of Trustees von Teckels Animal Sanctuaries. “Wir hatten einen sehr stressigen Winter mit einer Vielzahl neuer Katzen und Hunde. Wir danken Ihnen vielmals von ganzem Herzen!”

Auch die französische zooplus-Kunden sind von dem zoolove-Konzept überzeugt. Mit ihrer Hilfe kamen 4.385,68 Euro für die Organisation „Les Chats du Quercy“ zusammen. Der Verein baut aktuell ein „Centre d’Adoption“, die Finanzspritze kommt hier gerade recht und wird für die Ausstattung der Räume verwendet werden. Auch die französische Tierschutzorganisation „Association les griffes du Coeur“, die sich über eine Spende von 4.543 Euro freuen.

Der italienische zooplus-Shop unterstütze unter anderem den sizilianischen Tierschutzverein Associazione Animalista Aronne mit 4.179,97 Euro. Dieser Verein ist seit 13 Jahren in der Region Agrigento tätig und kümmert sich um die unzähligen bedürftigen Hunde, unter denen sich auch viele kranke und verletze Tiere befinden. Im Moment beherbergt der Verein über 200 Hunde, die täglich mit Futter und Pflege versorgt werden. Außerdem wird auf der Homepage von Aronne ein Adoptionsprogramm geführt, welchen den Tieren ein neues Zuhause vermitteln soll.

Das spanische zoolove-Team sammelte Spenden für eine besonders schöne Aktion: „Heroes de 4 patas“ unterstützt ältere Servicehunde wie Polizeihunde oder Feuerwehrhunde, die sich täglich für den Schutz des Menschen einsetzen. Meistens verbringen diese Hunde acht bis neun Jahre im Dienst, bevor sie altersbedingt in Rente gehen. „Heroes de 4 patas“ macht es sich zur Aufgabe, Servicehunde in Rente in liebevolle Familien zu vermitteln. Der spanische zoolove-Shop sammelte hierfür knapp 3.200 Euro und konnte damit vielen fleißigen Vierbeinern einen schönen Lebensabend ermöglichen.

Mit „zoolove by zooplus“ können Tierfreunde dem eigenen Vierbeiner eine Freude machen und zudem Tieren in Not helfen. Das zoolove Sortiment für Hund und Katze umfasst neben edlen Accessoires wie Halsbändern, Fressnäpfen, Spielzeug und Schlafbetten auch hochwertiges Premium-Nassfutter sowie Snacks. Erhältlich sind die zoolove-Produkte exklusiv im zooplus Onlineshop unter www.zooplus.de/zoolove.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR im Presseportal München veröffentlicht.

Initiative fordert: Wolf Pumpak darf nicht sterben

Bundesweite Wolfsschutz-Initiative sammelte bislang mit einer Petition 15 000 Unterschriften gegen die illegale Abschussgenehmigung der Sächsischen Landesregierung

Innerhalb von nur dreieinhalb Tagen hat eine bundesweite Wolfsschutz-Initiative knapp 15 000 Unterschriften mit ihrer Petition „Wolf Pumpak muss weiterleben“ gegen den Abschuss des Jungwolfes „Pumpak“ in Sachsen gesammelt (www.change.org/Pumpak ). Die Petition richtet sich gegen eine Abschussgenehmigung im Bereich Görlitz in Sachsen, die von der Sächsischen Landesregierung gegen geltendes EU-Recht verhängt wurde. Der Wolf hat bislang keinerlei Auffälligkeiten gezeigt. Auch die Naturschutzverbände IFAW, NABU und WWF kritisieren die Abschussfreigabe aufs Schärfste und sprechen von einer „politisch motivierten“ Entscheidung, der es an jeder naturschutzfachlichen Grundlage mangelt.“

Obwohl die Sächsische Landesregierung die Naturschutzverbände dazu hätte mit einbeziehen müssen, habe Staatsminister Thomas Schmidt selbstherrlich den Abschuss freigegeben. Selbst der Bürgermeister von Görlitz, Ralf Bremer, sei nicht informiert worden.

Das Land Sachsen hatte die Abschussgenehmigung für den Jungwolf am vergangenen Donnerstagabend erteilt, ohne sich an die Gesetzesgrundlagen (Wolfsmanagementplan) zu halten. Demnach, so Sommer, dürfe nur eine Ausnahmegenehmigung erteilt werden, wenn von dem Wolf nachweislich eine Gefahr ausgehe. Das sei bei dem Jungtier „Pumpak“, das ursprünglich aus Polen stamme und im Kreis Görlitz auf der Suche nach Abfällen gesehen wurde, nicht der Fall.

Der Wolf hat europaweit unter den Tieren mit den höchsten Schutzstatus. Wie die Sprecherin der Wolfsschutz-Initiative, Brigitte Sommer, erklärt, würden Lobbyverbände aus Politik, Nutztierhaltern und Jagdverbänden ständig daran arbeiten, diesen hohen Schutzstatus des Wolfes aufzuweichen. Ihr Motto sei schießen statt schützen. Für die Mitglieder der Wolfsschutz-Initiative gibt keinen rationalen Grund, einen Wolf zu töten, nur weil er sich in „seiner Freiheit“ bewege. Wie Sommer betont, sei der Wolf nach dem Washingtoner Artenschutz-abkommen sowie nach der Berner Konvention eine geschützte Tierart.

Zwar bestehe die Möglichkeit, dass der knapp zweijährige Rüde durch einen polnischen Förster mit Futter versorgt worden sei, bewiesen sei dies allerdings nicht. Dafür gebe es Beweise, dass „Pumpak“ für Menschen nicht gefährlich wurde. Sobald er Menschen oder deren Hunde wahrnehme, flüchte er. Sommer betont, dass dieses Verhalten bei allen Wölfen vorhanden sei, da sie Menschen nicht als Beute ansehen, Angst vor ihnen haben und fliehen.

Laut aktuellen Monitoring-Daten zur Verbreitung des Wolfes, die das Bundesamt für Naturschutz im September 2016 vorgestellt hatte, leben in Deutschland derzeit 46 Wolfsrudel, 15 Paare und vier sesshafte Einzeltiere.

Brigitte Sommer: „Die vielen Kommentare auf der Petitionsseite ermutigen uns, nicht zu resignieren und für das Leben von Wolf „Pumpak“ einzutreten. Es gibt Alternativen zum töten, und solange diese nicht ausgeschöpft sind, gibt es keine Gründe es zu tun.“

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR im Presseportal Hanau veröffentlicht.