Leishmaniose beim Hund

Die Mittelmeer Erkrankung kann die Sandmücke (Schmetterlingsmücke, Phlebotomus) im Urlaub auf ihren Hund übertragen. Sie ist im gesamten Mittelmeerraum beheimatet. Sie ist die wohl bekannteste Tropenkrankheit bei Hunden. Bisher sind ausschließlich Übertragungswege von der Mücke zum Hund bekannt. Tiere untereinander stecken sich nach bisher bekannten Forschungsergebnissen nicht an. Nur bei Welpen kann die Erkrankung über die Plazenta übertragen werden. Eine Tier-Mensch-Übertragung findet nicht statt. Eine vollständige Heilung ist nach den jetzigen Erkenntnissen nicht möglich.

Was ist Leishmaniose?

Die Tropenkrankheit wurde nach dem schottische Tropenarzt William Boog Leishmann benannt. Leishmanien sind einzellige Blut-Parasiten, die durch Sand- oder Schmetterlingsmücke übertragen werden. Die Leishmanien befallen die weißen Blutkörperchen, die sogenannten Fresszellen, die eingedrungene Krankheitserreger beseitigen. Leishmanien schädigen das Knochenmark und lebenswichtige Organe wie Nieren, Leber und Milz. Unbehandelt führt die Krankheit zum Tod.

Wo tritt die Krankheit auf?

Als Mittelmeer Krankheit bekannt tritt Leishmaniose am gesamten Mittelmeer, in Frankreich, in der Schweiz, in Osteuropa und durch die Klimaveränderung, in Österreich und Südeuropa auf.

Auf welche Symptome muss sich achten?

Waren Sie mit Ihrem Hund im Urlaub in einem Risikogebiet oder stammt Ihr Hund von dort, dann sollten Sie auf diese Symptome achten:

  • Durchfall
  • Lahmheit
  • Appetitlosigkeit
  • Leistungsabfall
  • Gewichtsverlust
  • schnelles Ermüden
  • hecheln

Als spezielles Symptom ist das Ausfransen der Ohrränder bekannt. Die Ohrränder reißen mehrfach ein. Kleine Hautwunden finden sich bei der mediterranen Erkrankung zuerst an der Innenseite der Ohren, später auch an anderen Körperteilen. Die Hauterkrankungen haben eine kreisrunde Form und heilen schlecht ab. Das Tragische an der Mittelmeer Krankheit ist die lange Inkubationszeit. Sie kann oft erst Jahre nach einem Urlaub im Süden auftreten, aber auch schon nach einem Monat ausbrechen.

Die Mittelmeer Erkrankung im fortgeschrittenen Stadium

Später zeigt sich das Krankheitsbild als:

  • Augenerkrankungen
  • blutiger Durchfall
  • Haarausfall
  • Haut- und Fellveränderungen
  • Nasenbluten
  • berührungsempfindlicher Bauch
  • Ausschläge mit fettigen weißen Schuppen auf dem Nasenrücken, um die Augen und an den Spitzen der Ohren
  • übermäßiges Krallenwachstum

Im späteren Stadium stinken Hunde regelrecht. Sie senden einen fauligen Geruch aus, der nicht nur aus dem Maul kommt.

Therapie von Leishmaniose

Unbehandelt führt eine Erkrankung innerhalb eines Jahres meistens durch Nierenversagen zum Tod. Der Tierarzt erkennt einen Befall mit Leishmanien mithilfe von Blut- und Gewebeproben. Die Therapie besteht in der Stärkung der köpereigenen Abwehrkräfte und in der Hemmung des Wachstums der Erreger, denn eine Impfung gibt es nicht. Einmal infiziert, ist für den Hund eine lebenslange Therapie notwendig, was schnell zum Kostenfaktor werden kann. Wirkstoffe gegen die Mittelmeer Erkrankung und deren häufigsten Nebenwirkungen sind:

  • Glucxantim – Beschwerden im Verdauungssystem und schmerzhafte Schwellungen an der Einstichstelle
  • Miltefosin – Magen-und Darmbeschwerden
  • Allopurinol – Harnsteine

Bei einer Resistenz gegen die Wirkstoffe wird die Erkrankung mit Antibiotika Amphotericin B, Antizykotika und Aminosidin behandelt. Oft muss zusätzlich die Ernährung umgestellt werden. Trotzdem können Hunde mit der Krankheit noch viele Jahre gut leben, wenn die Krankheit rechtzeitig erkannt und behandelt wird. Dazu können Sie Ihren Hund regelmäßig auf Leishmanien Erreger und gebildete Antikörper testen lassen. So wird die Krankheit erkannt, bevor die Organe befallen sind.

Gibt es eine Vorsorgeimpfung für die Mittelmeer Krankheit?

Wenn Sie mit Ihrem Hund viel Zeit in bekannten Erreger-Gebieten verbringen, dann ist die Impfung „Leishmania-infantum“ sinnvoll. Bei rund 93 Prozent der geimpften Hunde läuft eine Infektion ohne Symptome ab.

Wie kann ich meinen Hund schützen?

Sandmücken sind in der Dunkelheit aktiv. Sie benötigen mehre Minuten, um Blut zu saugen und stechen ihre Opfer vor allem wenn diese ruhig schlafen. Sichern Sie Türen und Fenster und auch den Schlafplatz des Hundes mit einem Moskitonetz ab. Bei Einbruch der Dunkelheit bis zum Morgen sollten Hunde deshalb im Haus bleiben. Das späte Gassi gehen am Abend sollte dort erfolgen, wo viel Wind ist. Sandmücken halten sich vorwiegend in windgeschützten Bereichen, im Wald und in Sumpfgebieten auf.

Gibt es konventionelle Schutzmaßnahmen?

Ein Protektor-Halsband, das Mücken, Flöhe und Zecken durch einen speziellen Geruch abwehrt, kann vor dem Stich der Sandmücke schützen. Zudem gibt es für Hunde spezielle Anti-Mücken-Sprays, die auf unbehaarte Stellen aufgesprüht werden. Dazu zählen die Augenlider, die Nase, der Bauch und die Genitalien. Einen vorbeugenden Schutz erzielen Sie mit den Wirkstoffen Permethrin/Delatamethrin in einem Hundeshampoo.

Wie hoch ist das Risiko für Menschen?

Durch häufig auftretende Geschwüre sollten erkrankte Hunde nicht mit kleinen Kindern und mit Menschen, die eine geschwächte Abwehrkraft haben, in Kontakt kommen. Eine Übertragung durch Blut, Urin und Kot ist eher unwahrscheinlich. Leishmanien sind an der Luft nicht lebensfähig. Trocknet Blut aus Wunden und Kot ein, denn sterben die Leishmanien ab. Im Speichel treten keine Leishmanien auf. Eine Infizierung durch einen Hundebiss wurde bisher noch nicht nachgewiesen.

Dem Hund etwas Gutes tun

Ob im Urlaub oder daheim, wir freuen uns jedes Mal aufs Neue wenn wir unseren Vierbeiner sehen. Das geht unseren Hunden oft genauso und als Freund und Beschützer unseres Hundes, wollen wir auch sicher gehen, dass es dabei bleibt. Wenn uns der Hund am Herzen liegt fragen wir uns oft, wie wir ihm etwas Gutes tun können. Dabei gibt es viele Dinge, mit dem wir unseren Freunden helfen können. Natürliche Produkte für Hunde zum Beispiel können unserem Weggefährten gut tun.

Ernährung

Hunde brauchen eine Ernährung, die ihren Nährstoffbedarf deckt. Dazu ist es wichtig auf einseitige Ernährung zu verzichten und stattdessen vielfältiges Futter anzubieten. Es ist auch wichtig Futter von guter Qualität anzubieten, auch wenn dies möglicherweise etwas kostspieliger sein kann. Im Bezug auf die Flüssigkeitszufuhr, sollten Sie dafür sorgen, dass Ihr Vierbeiner zu jeder Zeit Zugang zu sauberem Wasser hat und ihm genug davon zur Verfügung steht.

Körperpflege

Wer dafür sorgen will, dass sich sein Hund wohlfühlt, der sollte dessen Körper pflegen. Sie sollten seine Augen und Ohren reinigen und auch seine Zähne pflegen. Außerdem bedarf es besonderer Aufmerksamkeit bei der Pflege des Fells, dieses sollte täglich gebürstet werden. Ein weiterer Punkt sind die Krallen des Tieres, diesen müssen, mit Hilfe spezieller Werkzeuge und mit vorherigem Erlernen der richtigen Art und Weise, gekürzt werden. Hunde können auch ein Bad nehmen, dabei sollten jedoch Augen und Ohren geschützt werden. Außerdem sind häufige Bäder kein Gefallen für den Hund, denn bei zu häufigen Bädern kann der natürliche Schutz des Vierbeiners angegriffen werden, daher achten Sie darauf Ihren Gefährten nur etwa alle drei Monate zu baden.

Gesundheit

Wenn es um das Wohlbefinden des Hundes geht ist Gesundheit ein wichtiger Faktor. Sie sollten darauf achten, dass Ihr Tier mit Impfungen versorgt ist und frei von Würmern, Flöhen und anderen Parasiten ist. Dazu sollten Sie den Tierarzt regelmäßig aufsuchen, denn dieser kann Sie beraten, Vorsorgen, Behandeln und gesundheitliche Probleme erkennen. Außerdem ist ein Tierarzt auch Zahnarzt für den Hund und kann, falls nötig, auch eine Kastration vollziehen.

Haltung

Es ist wichtig, dass Sie Ihren Hund artgerecht halten. Dazu gehören auf jeden Fall Spaziergänge in für den Hund angemessener Dauer. Des Weiteren sollten Sie dafür sorgen, dass der Hund ausreichend Platz zur Verfügung hat. Außerdem sind Hunde Tiere die Gesellschaft benötigen, daher lassen Sie Ihren Vierbeiner nicht zu lange alleine. Im Urlaub ist es natürlich am schönsten den Gefährten mitzunehmen, wenn das allerdings mal nicht gehen sollte, dann müssen Sie sich rechtzeitig um eine passende Urlaubspflege kümmern.

Hunde mit unterschiedlich gefärbte Augen

Als Iris-Heterochromie (Heterochromia iridis), auch Odd-Eye(d), bezeichnet man die Verschiedenheit beider Regenbogenhäute der Augen durch Störung der Pigmentierung. Das betroffene Lebewesen hat folglich zwei verschiedene Augenfarben. Sie kommt beim Menschen relativ selten vor. Weiße oder gescheckte Haustiere mit teilweisem oder vollständigem Leuzismus, wie Katzen oder Hunde, sind häufiger betroffen.

 

Quelle : Barkpost
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