Tipps fuer kalte Schnauzen im Sommer

Die meisten Menschen freuen sich auf die warmen Tage, aber während wir uns Abkühlung im Eiscafé oder im Freibad verschaffen, vergessen wir viel zu oft unsere vierbeinigen Freunde. Gerade Hunde leiden unter hohen Temperaturen und benötigen unsere Hilfe, um unbeschadet durch die heiße Jahreszeit zu kommen.

Im Gegensatz zu uns Menschen hat der Hund nur wenige Schweißdrüsen an den Ballen seiner Pfoten. Das heißt, dass er seine Körpertemperatur auch viel schlechter regulieren kann, denn er profitiert kaum von der Verdunstungskälte. Überwiegend kühlen sich Hunde über das Hecheln ab, kein Wunder also, dass ihr Vierbeiner an warmen Tagen dabei eine Atemfrequenz von bis zu 400 Atemzügen pro Minute erreichen kann. Dabei verliert der Hund keine Salze, aber dafür sehr viel Flüssigkeit, außerdem kostet das Hecheln auch Energie, deswegen steigt der Futterbedarf Ihres tierischen Freundes im Sommer bis zu 20% Prozent.

Das sollten Sie im Sommer auf jeden Fall vermeiden

  • Große Fütterungen: Große Portionen sind im Sommer nur sehr schwer verdaulich, deswegen sollten Sie Ihren Hund im Sommer lieber mehrmals mit kleinen Portionen versorgen.
  • Sportliche Anstrengungen: Das Laufen am Fahrrad, Agility oder ausgiebige Spaziergänge in der prallen Mittagshitze belasten das Herz-Kreislaufsystem Ihres Vierbeiners viel zu stark. Um Ihren Liebling zu schonen, sollten Sie solche Aktionen lieber in die frühen Morgenstunden oder auf den Abend verlegen.
  • Hund im Auto: Wer im Sommer seinen Vierbeiner im Auto zurücklässt, der setzt ihn ganz bewusst einer Lebensgefahr aus, denn schon innerhalb weniger Minuten kann sich die Temperatur im Auto verdoppeln. Ein kurzer Einkauf im Supermarkt kann für Ihr Pfötchen also ganz schön gefährlich werden, denn im heißen Wageninneren erleiden die armen Tiere schnell ein Organversagen oder sogar einen Herzstillstand. Ein weiterer Fehler vieler Autofahrer: Den Hund im Sommer während der Fahrt aus dem Fenster schauen lassen, denn die Zugluft löst bei den Vierbeinern schnell schmerzhafte Augenentzündungen aus.

 

So helfen Sie Ihrem Vierbeiner mit der Hitze zurechtzukommen

  • Wasser, Wasser und noch mal Wasser: Im Sommer sollte Ihr Hund immer und überall Gelegenheit haben zu trinken, um den Flüssigkeitsverlust durch das Hecheln wieder ausgleichen zu können. Wenn Spaziergänge entlang eines Gewässers nicht möglich sind, dann sollen Sie etwas Wasser mitnehmen, das kann auch Ihnen nicht schaden.
  • Eine kalte Dusche: Wasser stillt nicht nur den Durst Ihres Hundes, sondern kühlt Ihn auch von außen ab: Auch wasserscheue Exemplare freuen sich an heißen Tagen über eine kalte Dusche, bevor es in den Garten geht. Begeistert angenommen werden auch sogenannte Hundeplanschbecken, in denen die Vierbeiner dank rutschfestem Boden unbeschwert herumtollen können.
  • Kühle Plätze schaffen: Die neue Lieblingsbeschäftigung Ihres Hundes ist das Dösen, auch ein quirliger Geselle sucht im Sommer eher die Ruhe und ist dankbar für ein schattiges Plätzchen. Besonders gerne lassen sich die Vierbeiner dann auf einem kühlen Untergrund nieder, wie zum Beispiel auf kalten Fliesen und Steinfußböden. Im Fachhandel sind deswegen Kühlmatten erhältlich, die mit einem speziellen Gel befüllt sind, das die Oberfläche dieser Matten lange kühl hält.
  • Kalte Leckereien: Auch Hunde schätzen frostige Snacks, um sich abzukühlen. Das von uns Menschen bevorzugte Speiseeis ist für unsere Vierbeiner allerdings ganz und gar nicht gesund, denn es enthält sehr viel Zucker, der unseren Vierbeinern ganz besonders schadet. Stattdessen einfach etwas Quark oder Naturjoghurt ins Tiefkühlfach stellen, nach ein paar Stunden ist das Hunde-Eis dann fertig und sorgt bei Ihrem Liebling für Begeisterung.
  • Eine Sommerfrisur: Gerade Hunde mit langem und besonders dichtem Fell leiden unter hohen Temperaturen, deswegen sollten Sie als Hundebesitzer in Erwägung ziehen, Ihrem Vierbeiner zum Sommer hin eine luftigere Frisur zu verschaffen. Auch ein häufiges Bürsten sorgt bei Hitze für Erleichterung, denn so entfernen Sie abgestorbene Unterwolle und helfen den natürlichen Hitzeschutz des Fells aufrechtzuerhalten.

 

Im Ernstfall richtig reagieren

Was ist, wenn es trotz alle Vorsichtsmaßnahmen zu einer Überhitzung oder sogar zu einem Hitzeschlag bei Ihrem Vierbeiner kommt? Ganz wichtig: Die Ruhe bewahren!

Die Normaltemperatur eines Hundes liegt bei 38-39 Grad, sollte die Körpertemperatur des Vierbeiners darüber hinaus ansteigen, können lebenswichtige Organe nicht mehr richtig mit Blut versorgt werden, deswegen ist ein rechtzeitiges Reagieren so wichtig. Achten Sie also auf die ersten Anzeichen einer Überhitzung: Übermäßiges Hecheln mit langgestrecktem Hals, ein taumelnder Gang und eingefallene Augen sind ernste Anzeichen einer Überhitzung. Hellrotes Zahnfleisch, Erbrechen und Krämpfe sind ein deutliches Signal dafür, dass ihr Liebling bereits einen Hitzeschlag erlitten hat. In beiden Fällen müssen Sie umgehend dafür sorgen, dass der Vierbeiner an einen kühlen, gut klimatisierten Ort gebracht wird. Mit kühlen Wickeln und kaltem Wasser können Sie dann versuchen die Körpertemperatur des Hundes wieder zu senken, dabei müssen Sie jedoch langsam vorgehen, denn sonst besteht die Gefahr, dass das Tier einen Schock erleidet. Wenn der Vierbeiner bei Bewusstsein ist, sollten Sie ihm Wasser anbieten, wobei Sie darauf achten müssen, dass das Tier nicht zu schnell trinkt. Sollte ihr Vierbeiner bewusstlos sein, muss dieser so schnell wie möglich in eine Tierklinik, wo Ihr Hund mit einem Tropf versorgt wird.

kleckerlabor

Künstlerin, Blogger & stolze Besitzerin von zwei Kurzhaar Collie Mädchen

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