Sachsen-Anhalt 

Das Bundesland Sachsen-Anhalt liegt im Osten Deutschlands, umgeben von den Bundesländern Sachsen im Südosten, Thüringen im Südwesten, Niedersachsen im Nordwesten und Brandenburg im Nordosten. Der nördliche Teil des Landes gehört zur Norddeutschen Tiefebene und ist weitgehend flach, im Süden ist die Landschaft hügelig. Im Westen liegt die Mittelgebirgslandschaft des Harz. Größter Fluss ist die Elbe. Hauptstadt ist Magdeburg.

Regionen

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Sachsen-Anhalt lässt sich grob in acht Reiseregionen aufteilen:

  1. Im Norden des Landes liegen die eher dünn besiedelte, weitgehend agrarisch geprägte, Altmark westlich der Elbe und das ostelbische Jerichower Land, beide gehören zum Naturraum Elbniederung.
  2. Die südlich davon gelegene Magdeburger Börde ist fruchtbares Ackerland zwischen Altmark, Elbe und Mansfelder Land und mit der Landeshauptstadt Magdeburg die zentrale Region von Sachsen-Anhalt.
  3. Die Mittelgebirgslandschaft des Harz mit dem Brocken als höchstem Berg des Landes liegt im Westen.
  4. Anhalt-Wittenberg im Osten mit der Kulturlandschaft des Dessau-Wörlitzer Gartenreiches und dem Übergangsbereich zum langgestreckten Höhenzug des Fläming an der Grenze zu Brandenburg, dem „Vorfläming„.
  5. Das Untere Saaletal leicht hügelige Landschaft zwischen Calbe und Halle.
  6. Das mitteldeutsche Chemiedreieck ist der Ballungsraum und Industrieregion um die größte Stadt des Landes Halle im Grenzbereich zu Sachsen.
  7. Das Mansfelder Land zwischen dem Harz und dem Großraum Halle gelegen ist von dem ins Mittelalter zurückreichenden Bergbau auf Kupfer und andere Metalle geprägt.
  8. Im Süden des Landes bildet die Saale-Unstrut-Region eine Schichtstufenlandschaft und Weinbaugebiet im Übergang nach Thüringen.

Städte

Magdeburg, Elbuferpanorama mit Dom (links)

Die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts ist Magdeburg mit etwa 230.000 Einwohnern. Magdeburg gehört zu den ältesten Städten in der Region und hatte bereits im Mittelalter als Kaiserresidenz und Bischofssitz überregionale Bedeutung; viele Städte im östlichen Mitteleuropa und Osteuropa, bis Minsk und Kiew wurden nach Magdeburger Rechtgegründet. Zweimal wurde die Stadt in der Geschichte fast völlig zerstört: im Dreißigjährigen Krieg durch katholische Truppen und im Zweiten Weltkrieg durch alliierte Luftangriffe. So hat Magdeburg mit seinem Dom im Mittelpunkt seinen Charakter mehrfach gewandelt von einer mittelalterlichen Residenz- und Handelsstadt über eine preußische Festung hin zu einer Industriestadt, geprägt von sozialistischer Stadtplanung und Architektur.

Halle, Große Ulrichstraße

Wenn auch knapp, ist die Universitätsstadt Halle, an der Saale gelegen, nach Einwohnern größte Stadt im Land mit etwas mehr als 230.000 Einwohnern. Die durch die Salzgewinnung reich gewordene Stadt hat ihre historische Innenstadt um Marktplatz und Hallmarkt weitgehend bewahren können, die heute frisch saniert eine lebendige Urbanität ausstrahlt. Die sozialistische Planstadt Halle-Neustadt am Westufer der Saale war das größte Neubauprojekt der DDR außerhalb Berlins.

Dessau, Bauhausgebäude

Drittgrößte Stadt im Land ist Dessau-Roßlau, die mit dem Bauhausgebäude und den Meisterhäusern, sowie den Anlagen und Schlössern des Dessau-Wörlitzer Gartenreichs als eine der wenigen Städte weltweit zwei UNESCO-Weltkulturerbestätten aufweisen kann.

Lutherstadt Wittenberg, Wiege der Reformation, zeigt auch heute noch mit seiner unzerstörten Altstadt zahlreiche Originalschauplätze aus dem Wirken Martin Luthers und seiner Mitstreiter. Die Stadt bereitet sich auf das Jubiläum der 500-Jahrfeier 2017 des Thesenanschlags Martin Luthers im Jahre 1517 vor.

Weitere Städte: sind:

  • Bernburg, die Perle des Saaletals und einstige Residenzstadt der Fürsten von Anhalt-Bernburg;
  • Bitterfeld-Wolfen, Industriestadt im Mitteldeutschen Chemiedreieck
  • Lutherstadt Eisleben, in der vom Bergbau geprägten Region des Mansfelder Land, Geburts- und Sterbeort Luthers;
  • Halberstadt, schon im Mittelalter bedeutender Bischofssitz;
  • Köthen; einstige Residenzstadt der Fürsten von Anhalt-Köthen, Wirkungsstätte Bachs und Welthauptstadt der Homöopathie;
  • Merseburg; Domstadt an der Saale und Bischofssitz
  • Naumburg (Saale), Domstadt an der Saale
  • Quedlinburg, romantische Fachwerkstadt und einst bedeutendes Stift;
  • Sangerhausen, Bergbaustadt im Mansfelder Land und Heimat der größten Rosensammlung der Welt im Rosarium
  • Salzwedel
  • Stendal
  • Weißenfels, einstige Residenzstadt der Herzöge von Sachsen-Weißenfels
  • Wernigerode, Fachwerkstadt am Harzrand

Weitere Ziele

Sachsen-Anhalt ist das deutsche Bundesland mit der größten Anzahl von UNESCO-Weltkulturerbestätten. Hierzu gehören die Altstadt von Quedlinburg, das Gartenreich Dessau-Wörlitz, das Bauhaus in Dessau und die Lutherstätten in Wittenberg und Eisleben.

Weite Teile der Flussläufe der Elbe und der Mulde sind als Biosphärenreservat Mittlere Elbe besonders geschützt. Besucherzentren befinden sich in Kapen bei Dessau, in Magdeburg und Havelberg.

Wassersport ist auf den ruhenden Gewässern des Arendsees in der Altmark, des Süßen Sees im Mansfelder Land sowie den Tagebaurestseen Geiseltalsee bei Merseburg, dem Goitzschesee bei Bitterfeld und einigen Talsperren im Harz, u.a. der Rappbodetalsperremöglich. Touristisch interessante Gewässer sind in der Themenroute Blaues Band zusammengefasst.

Daneben gibt es eine Reihe weiterer Themenrouten. Touristisch entwickelt werden die Straße der Romanik, die zu etwa 60 Bauwerken im romanischen Stil, von den Domen in Magdeburg, Halberstadt oder Naumburg bis zu dörflichen Feldsteinkirchen führt. In der Themenroute Gartenträume sind etwa 30 historische Parks zusammengefasst. Himmelswege führen zu den bronze- und steinzeitlichen astronomischen Stätten im Süden des Landes, u.a. zur Himmelsscheibe von Nebra. Die reiche Geschichte der Region aus dem Mittelalter und der Reformation wird unter Anderem erschlossen durch die:

Hintergrund

Sachsen-Anhalt ist kein gewachsenes Territorium. Das Bundesland setzt sich zusammen aus Teilen der ehemaligen preußischen Provinz Sachsen sowie dem ehemaligen Herzogtum Anhalt. Die preußische Provinz Sachsen setzte sich wiederum aus der Altmark, preußisches Kernland, dem ehemaligen Herzogtum Magdeburg, das nach dem Dreißigjährigen Krieg zu Preußen kam, und Gebieten im Süden, die sächsisch waren und 1815 als Ergebnis des Wiener Kongresses preußisch wurden. Da auch das ehemalige Herzogtum Anhalt in seiner Geschichte oft zersplittert war, hat Sachsen-Anhalt eine erstaunliche Diversität und zahlreiche Residenzstädte. Eine Verwaltungseinheit Sachsen-Anhalt entstand erstmals 1946 nach der Zerschlagung Preußens, wurde aber 1952 in die Bezirke Halle und Magdeburg aufgegliedert.

Seit 1990 gehört das neugegründete Land Sachsen-Anhalt zur Bundesrepublik Deutschland. Es zählt seitdem zusammen mit Mecklenburg-Vorpommern einerseits zu den wirtschaftlich schwächsten Bundesländern, verfügt andererseits über einen enormen kulturellen Reichtum sowohl aus der Zeit des Mittelalters als auch der Reformation und später und ist damit ein wenig besuchtes Bundesland, das seine touristischen Potentiale bei weitem nicht ausschöpft.

Anreise

Mit dem Flugzeug

Zwischen Halle und Leipzig liegt der Flughafen Leipzig-Halle (IATA CodeLEJ), der gut an das Bahn- und Autobahnnetz angebunden ist und Linienflüge zu den meisten inländischen Flughäfen und einigen ausländischen Flughäfen hat. Auch die Flughäfen Hannover(IATA CodeHAJ), die Berliner Flughäfen Schönefeld (IATA CodeSXF) und Tegel (IATA CodeTXL) und, etwas weiter, der Flughafen Frankfurt (Main) (IATA CodeFRA) können für die Anreise nach Sachsen-Anhalt interessant sein.

Mit der Bahn

Die wichtigsten Bahnstrecken für die Anbindung von Sachsen-Anhalt sind

  • die Schnellbahnstrecke Berlin – Hannover mit ICE- und IC-Verkehr und Verkehrshalten in Stendal und Wolfsburg mit Umsteigemöglichkeiten nach Magdeburg und in den Norden Sachsen-Anhalts.
  • die Strecke Berlin – (Potsdam) – Magdeburg – (Braunschweig) – Hannover mit IC-Verkehr und leistungsfähigen Regionalexpressen von/nach Berlin.
  • die Strecke Berlin – Leipzig – Nürnberg mit ICE- und IC-Verkehr mit Verkehrshalten in Lutherstadt WittenbergBitterfeldHalle (Saale), mit Einschränkungen Naumburg und Umsteigemöglichkeiten in den Osten und Süden des Landes.
  • die Strecke Leipzig – Magdeburg (IC-Verkehr) mit Halten in Halle, Köthen und Magdeburg.

Der Westen des Landes ist über die Halle-Kasseler Eisenbahn mit Regionalverkehr und Anschluss an den Fernverkehr in Kassel-Wilhelmshöhe bzw. Göttingen angebunden.

Mit dem Bus

 HauptartikelFernbusse in Deutschland

Obwohl Transitland, halten bislang (Sept. 2014) nur wenige Fernbusse in Sachsen-Anhalt. Derzeit gibt es fahrplanmäßige Stopps in Magdeburg (zumeist für Verbindungen (Ruhrgebiet/Hannover) – Braunschweig – Berlin) und Halle (für Verbindungen Dresden – Ruhrgebiet bzw. Berlin – München). Im Nord-Süd-Verkehr halten einige Busse auch am Flughafen Leipzig/Halle.

Fernbuslinien mit wenigen Fahrten pro Woche verkehren darüberhinaus entlang der B6n (Berlin) – Magdeburg – Aschersleben – Quedlinburg – Wernigerode – Goslar (- Göttingen) sowie der A9 (Berlin) – Merseburg – Weißenfels – Zeitz – Gera.

Auf der Straße

Sachsen-Anhalt wird von den Autobahnen A 2 (Berlin – Hannover), A 9 (Berlin – München), A 14 (Leipzig – Magdeburg, A 38 (Halle – Göttingen) und der A 71 (Schweinfurt – Sangerhausen) und einem dichten Netz von Bundesstraßen erschlossen. Autobahnähnlich ausgebaut ist die B 6n Goslar – Bernburg.

Mit dem Schiff

Mit Elbe, Mittellandkanal und Elbe-Havel-Kanal hat Sachsen-Anhalt Anschluss an wichtige Wasserstraßen. Diese werden gelegentlich von Flusskreuzfahrtschiffen, ansonsten aber nur von Transportschiffen befahren.

Mobilität

Auch wenn in den vergangenen Jahren einige Bahnstrecken stillgelegt wurden, hat Sachsen-Anhalt immer noch ein vergleichsweise dichtes Bahnnetz, so dass die Mehrzahl touristischer Ziele mit dem Zug erreichbar sind. Dazu der Zug-Liniennetzplan Sachsen-Anhalts

Mit dem Sachsen-Anhalt-Ticket kann eine Person für 24,- € (am Automaten)/26 € (am Schalter) (2017) mit allen Nahverkehrszügen und weiteren Verkehrsverbünden angehörenden Verkehrsmitteln in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen fahren. 4 weitere Personen zahlen jeweils 6,- € zusätzlich. Eigene Kinder/Enkel bis 14 Jahre fahren kostenlos mit. Das Ticket gilt in Nahverkehrszügen ((RB, RE, IRE, S-Bahn, egal, ob DB oder Privatbahnen), in einigen Buslinien sowie in allen Verkehrsmitteln der Verkehrsverbünde marego. (um Magdeburg) und MDV (um Halle), Mo. bis Fr. ab 9 Uhr, am Wochenende und feiertags ganztags bis 3 Uhr am Folgetag.

Für Einzelreisende gibt es zum einen das Hopper-Ticket, mit dem man 50 km Strecke einfach innerhalb Sachsen-Anhalts und Thüringens für 4,90 € oder hin und zurück für 7,90 € (am Schalter je 2 € teurer) fahren kann (Dez. 2016), zum Anderen das Regio120-Ticket bis 120 km, Regio120plus-Ticket gilt ab 121 Kilometern und kostet 20 Euro (Dez. 2016). Auch diese Tickets gelten nur in Nahverkehrszügen werktags ab 9 Uhr bzw. Sa/So ganztags.

Neben den Bahnen gehört landesweit ein Busnetz zum „Landesnetz“. Die Linien verkehren werktags tagsüber mindestens im Zweistundentakt. Alle Buslinien, die im Landesnetz verkehren, sind in Fahrplänen durch das Siegel  Mein Takt gekennzeichnet. Es gelten zwar örtliche Tarife, aber im Landesnetz werden Angebote der Bahn wie Sachsen-Anhalt-Ticket, Schönes-Wochenend-Ticket anerkannt. Inhaber von BahnCards können zum Kindertarif ermäßigt fahren.

In der Stadt Halle, im Saalekreis und im Burgenlandkreis gibt es den Mitteldeutschen Verkehrsverbund (mdv), in Magdeburg und den umgebenden Landkreisen Jerichower Land, Börde und Salzlandkreis den Verbund marego., in denen jeweils Regionalzüge, S-Bahnen, Busse und Straßenbahnen mit einem gemeinsamen Fahrschein genutzt werden können. In den übrigen Regionen gibt es ein teilweise nicht leicht zu durchschauendes Tarifwirrwarr.

Brockenbahn

Eine besondere Art der Mobilität und eine touristische Attraktion für sich ist das Netz von Schmalspurbahnen im Harz mit dem Höhepunkt der Brockenbahn.

Die Regionen von Sachsen-Anhalt lassen sich gut per Rad erkunden. In jedem Landesteil findet man entsprechende Radwanderwege. Alle Züge des Nahverkehrs und die meisten öffentlichen Verkehrsmittel in Sachsen-Anhalt nehmen Fahrräder kostenfrei mit, wenn ausreichend Platz vorhanden ist.

Das Straßennetz ist gut ausgebaut mit Autobahnen, Bundesstraßen (teilweise vierspurig) und kleineren Straßen. Auf Nebenstraßen kann man noch Kopfsteinpflaster antreffen, manchmal auch einspurig mit einer weiteren unbefestigten Spur. Das bei Regen sehr rutschige Schlackepflaster scheint allmählich auszusterben.

Gierseilfähre Coswig

Elbe und der schiffbare Teil der Saale stromabwärts von Halle haben vergleichsweise wenig Brücken. Stattdessen übernehmen Fähren die Verbindung, allerdings nur in den Tagesstunden und nicht bei Hochwasser. Meist sind es Gierseilfähren, die ohne Motor nur von der Strömung angetrieben werden, immer wieder ein entspannendes Erlebnis.

Sprache

Deutsch. Im Norden, etwa nördlich einer Linie Wittenberg – Wernigerode, sind niederdeutsche und berlinerische Dialekte verbreitet, südlich davon klingt es eher sächsisch/thüringisch.

Fremdsprachen sind mäßig verbreitet. Mittlerweile sollten jüngere Menschen wenigstens rudimentär englisch sprechen können. In der älteren Generation ist russisch noch verbreitet. Aufgrund eines geringen Ausländeranteils sind fremdsprachige Muttersprachler selten anzutreffen.

Kaufen

Lokale Spezialitäten umfassen unter Anderem Salzwedeler Baumkuchen, Wittenberger Lutherbrodt, Wein von Saale und Unstrut, Obstschnäpse und -liköre vom Süßen See, Süßwaren wie die Tangermünder Nährstange oder Hallorenkugeln.

Küche

Die sachsen-anhaltische Küche ist bodenständig-deftig, kulinarische Höhenflüge sind rar und werden vom durchschnittlichen Sachsen-Anhalter auch nicht erwartet. Entsprechend hat sich eine wenig anspruchsvolle Standardküche verbreitet, die zwar einigermaßen preisgünstig ist, aber mehr Fett als Einfallsreichtum zeigt. Vegetarier müssen tapfer sein, sie werden zwar Gerichte bekommen, aber manche Wiederholung erleben. Mit speziellen Wünschen wie kosher oder helal wird es schwierig werden.

Auf den Karten der Feinschmecker-Sterne ist das Land ein weißer Fleck. Dennoch kann man gut essen, besonders wenn man auf frische regionale Zutaten achtet, auch wenn dies eine gezielte Suche erfordert. Dies können beispielsweise Forellen sein (im Harz), Zwiebelgerichte in Anhalt oder verbreitet Wildgerichte.

Mehr zum Thema gibt es bei Essen und Trinken in Sachsen-Anhalt.

Nachtleben

Sachsen-Anhalt ist nicht gerade die Partyhochburg im Lande. Wer in diese Richtung unterwegs ist, kommt am ehesten in Magdeburg und Halle zum Zuge.

Theater- und Opernleben findet man in allen größeren Städten. Neben Halle und Magdeburg mit Theater- und Opernhaus sind Dessau, Eisleben, Stendal, Halberstadt, Quedlinburg und Bad Lauchstädt zu nennen.

Unterkunft

Lernen

Ein Internat mit überregionalem Ruf und jahrhundertealter Tradition ist die Landesschule Pforta in Schulpforte bei Naumburg.

Universitäten gibt es in Halle und Magdeburg sowie Fachhochschulen in Dessau, Köthen, Bernburg (Fachhochschule Anhalt), Wernigerode und Halberstadt (Fachhochschule Harz), Stendal und Merseburg. In Halle gibt es die Kunsthochschule an der Burg Giebichenstein.

Arbeiten

Sachsen-Anhalt hält im Wechsel mit Mecklenburg-Vorpommern die rote Laterne mit der höchsten Arbeitslosigkeit Deutschlands. Entsprechend schlecht sind Beschäftigungsmöglichkeiten, zumal in besser bezahlten Arbeitsverhältnissen. Im Niedriglohnsektor wie Gastronomie oder auch im Pflegebereich wird am ehesten etwas gehen. Auch gibt es in Einzelfällen Chancen für gut ausgebildete Arbeitnehmer, da viele mit vergleichbarer Ausbildung Beschäftigungen anderswo mit besserer Bezahlung bevorzugen.

Der Geburtenknick nach der Wende mit den schwachen Geburtsjahrgängen der 1990er-Jahre führt zunehmend zu einem Überangebot an Lehrstellen, das nicht mehr besetzt werden kann.

Feiertage

Neben den bundesweiten Feiertagen sind in Sachsen-Anhalt der Dreikönigstag (6. Januar) und der Reformationstag (31. Oktober) gesetzliche Feiertage.

Nächster Termin Name Bedeutung
Montag, 1. Januar 2018 Neujahr Neujahrstag
Samstag, 6. Januar 2018 Heilige Drei Könige Epiphanie
Freitag, 30. März 2018 Karfreitag höchster christlicher Feiertag, Gedenken an die Kreuzigung Christi
Sonntag, 1. April 2018 Ostersonntag Ostern, Gedenken an die Auferstehung Christi
Montag, 2. April 2018 Ostermontag Ostern, Gedenken an die Auferstehung Christi
Dienstag, 1. Mai 2018 Maifeiertag Internationaler Tag der Arbeit
Donnerstag, 10. Mai 2018 Christi Himmelfahrt 40 Tage nach Ostern, Gedenken an die Himmelfahrt Christi
Sonntag, 20. Mai 2018 Pfingstsonntag 7 Wochen nach Ostern, Gedenken an die Ausschüttung des heiligen Geistes
Montag, 21. Mai 2018 Pfingstmontag 1 Tag nach Pfingstsonntag, Gedenken an die Ausschüttung des heiligen Geistes
Mittwoch, 3. Oktober 2018 Tag der Deutschen Einheit Nationalfeiertag
Mittwoch, 31. Oktober 2018 Reformationstag Evangelischer Feiertag im Gedenken an die Reformation der Kirche durch Martin Luther
Montag, 25. Dezember 2017 1. Weihnachtstag Weihnachten, Gedenken an Christi Geburt
Dienstag, 26. Dezember 2017 2. Weihnachtstag Weihnachten, Gedenken an Christi Geburt

Keine gesetzlichen Feiertage sind Heiligabend (24. Dezember) und Silvester (31. Dezember). Dennoch sind an diesen Tagen viele Betriebe ganztägig und viele Läden und Freizeiteinrichtungen ab mittags geschlossen. Je nach Stadt kann der öffentliche Nahverkehr ab dem Nachmittag stark eingeschränkt oder sogar eingestellt sein. Heiligabend ist auch der Großteil der Restaurants geschlossen.

Schulferien

Schulferien in Sachsen-Anhalt
Ferien 2015 2016 2017 2018
Winter 02.02.-14.02. 01.02.-10.02. 04.02.-11.02. 05.02.-09.02.
Ostern 02.04. 24.03. 10.04.-13.04. 26.03.-31.03.
Pfingsten 15.05.-23.05. 06.05.-14.05. 26.05. 30.04. und
11.05.-19.05.
Sommer 13.07.-26.08. 27.06.-10.08. 26.06.-09.08. 28.06.-08.08.
Herbst 17.10.-24.10. 04.10.-15.10. 02.10.-13.10. 01.10.-12.10.
Weihnachten 21.12.-05.01. 19.12.-02.01. 21.12.-03.01. 19.12.-04.01.

Des weiteren gibt es in Sachsen-Anhalt keinen bis einen beweglichen Ferientag, der lokal festgelegt wird. Die langfristig festgelegten Sommerferientermine können bei der Kultusministerkonferenz nachgelesen werden.

Gesundheit

Ärztliche Versorgung und Apotheken sind flächendeckend vorhanden. In allen Kreisstädten gibt es Krankenhäuser mit 24-Stunden-Notaufnahmen.

Besondere gesundheitliche Risiken bestehen in der Region nicht. Sachsen-Anhalt zählt bislang nicht zu den FMSE-(Enzephalitis)-Risikogebieten. Dennoch sollte man sich nach dem Besuch von Wald und Flur auf Zeckenbisse absuchen.

Klima

Sachsen-Anhalt befindet sich im Übergangsbereich zwischen dem maritim beeinflussten Klima im Westen und dem kontinentalen Klima im Osten. Für Sachsen-Anhalt ergibt dies Temperaturen im bundesdeutschen Durchschnitt. Niederschläge gehen in Sachsen-Anhalt hingegen unterdurchschnittlich nieder, dies ergibt sich aus der Lage im Regenschatten des Harz. Der Harz hat sehr hohe Niederschlagsmengen.

Literatur

 

 

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