Rügen


 Die Ostseeinsel Rügen ist Deutschlands größte Insel und gehört politisch zu Mecklenburg-Vorpommern. Die beliebte Ferienregion besitzt vielfältige landschaftliche Ansichten, Naturschätze und kulturelle Höhepunkte. Lange Sandstrände für die Sonnenhungrigen sind ebenso vorhanden wie attraktive Möglichkeiten zum Wandern und Radfahren für den Aktivurlauber. Schöne Seebäder mit historischer Bäderarchitektur zeugen zudem von der Beliebtheit Rügens bereits bei den „Sommerfrischlern“ im 19. Jahrhundert. Heute ist Rügen besonders bei Familien ein beliebtes Urlaubsziel für den jährlichen Sommerurlaub.
Karte

Regionen

  • Halbinsel Wittow mit dem Kap Arkona
  • Halbinsel Jasmund mit dem Nationalpark Jasmund, der Großen Stubbenkammer und dem Königsstuhl.
  • Halbinsel Mönchgut − Teil des Biosphärenreservat Südost-Rügen.
  • Halbinsel Zudar im Süden Rügens
  • Insel Ummanz – Im Herbst ziehen hier die Kraniche durch. [1]
  • Insel Hiddensee mit dem Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft– Die Insel gehört touristisch zur Ferienregion Rügen. Hiddensee ist ein beliebtes, autofreies Tagesausflugsziel von Rügenurlaubern.

Orte

Seebad Sellin: Blick auf die bekannte Seebrücke. An der Brückenspitze kann man übrigens mit einer Tauchgondel unter Wasser fahren.

  • Altefähr – historischer Fährpunkt am Strelasund. Ein Personenschiff, das auch Fahrräder mitnimmt, verbindet noch heute das Dorf mit dem gegenüber liegenden Stralsund.
  • Altenkirchen – gelegen auf der Halbinsel Wittmund im Norden von Rügen. Sehenswert ist die Pfarrkirche, eine ab 1168 erbaute romanische Basilika.
  • Baabe – kleines, gemütliches Seebad im Osten der Insel.
  • Bergen – größte Stadt und ist das Zentrum der Insel (Kreisstadt des Landkreises Rügen). Sehenswert ist der 91 m hohe „Berg“ Rugard mit Aussichtsturm und Sommerrodelbahn.
  • Binz – nahezu 4 km lange Strandpromenade mit Seebrücke; in der Nähe das Jagdschloss Granitz.
  • Breege – Gemütliches, an der Boddenküste der Halbinsel Wittow gelegenes Fischerdorf mit kleinem Hafen. Zur Gemeinde gehört das Seebad Juliusruh.
  • Dranske – Badeort an der Nordwestküste der Halbinsel Wittmund. Sehenswert ist die Halbinsel „Bug“, die zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft gehört und die auf geführten Wanderungen besucht werden kann.
  • Garz – älteste Stadt im Süden der Insel.
  • Glowe – Der staatlich anerkannte Erholungsort liegt am Tromper Wiek und besitzt einen schönen Sandstrand sowie einen Yachthafen mit Aussichtsplattform.
  • Göhren – Das Ostseebad befindet sich auf der südöstlichen Halbinsel Mönchsgut und ist Endpunkt der Schmalspurbahn „Rasender Roland“ aus Putbus. − Halbinsel und Naturschutzgebiet Mönchgut im Biosphärenreservat Südost-Rügen.
  • Juliusruh – Badeort am Tromper Wiek mit langem Sandstrand, Juliusruh ist das Ostseebad der Gemeinde Breege.
  • Lietzow – Badeort zwischen Kleinem und Großem Jasmunder Bodden. Das Tor zur Halbinsel Jasmund.
  • Lohme – Badeort an der nördlichen Hochküste der Halbinsel Jasmund. Der Nationalpark Jasmund, der zu Wanderungen einlädt, grenzt an das Gemeindegebiet.
  • Seebad Prora − Das „Kraft durch Freude Bad“ aus der Nazizeit bei Binz.
  • Putbus – die Stadt im Südosten der Insel mit Schloss und klassizistischem Stadtkern liegt im Biosphärenreservat Südost-Rügen.
  • Putgarten – „Kapgemeinde“ auf der Halbinsel Wittow im Norden von Rügen. Zum Gemeindegebiet gehören das bekannte Kap Arkona und das idyllische Fischerdorf Vitt mit seinen Reetdachhäusern.
  • Sagard – Gemeinde auf der Halbinsel Jasmund abseits der Küste. Gern besucht wird die [1] im Ortsteil Neddesitz.
  • Sassnitz – Hafenstadt und zweitgrößte Stadt auf der Insel, südlich der Kreideküste gelegen.
  • Schaprode – Hafenort mit der am meisten genutzten „Standardfährverbindung“ zur Insel Hiddensee. Im Ort gibt es einige reetgedeckte Fischerhäuser zu sehen.
  • Sellin – Ostseebad auf der Halbinsel Mönchsgut.
  • Thiessow – kleines Ostseebad auf der Halbinsel Mönchsgut im Südosten Rügens. Ein schönes Ausflugsziel ist der Lotsenturm (Aussichtspunkt) auf dem 38 m hohen Lotsenberg.
  • Vitt − denkmalgeschütztes 30-Seelen-Dorf in einem dicht mit Bäumen bewachsenen Küstental im Nordosten der Halbinsel Wittow nahe Kap Arkona.
  • Wiek – Fischerdorf, das an der westlichen Boddenküste der Halbinsel Wittmund liegt.
  • Zudar – Die Halbinsel mit dem gleichnamigen Ort liegt im Süden der Insel.

Weitere Ziele

Blick auf Kap Arkona vom Hochuferweg nach Vitt.

  • Kap Arkona – auf der Halbinsel Wittow liegt Deutschlands Nordkap, ein beliebtes Ausflugsziel.
  • Vilm – Diese kleine Insel südöstlich von Putbus war einst ein Ferienparadies für hochrangige DDR-Politiker. Heute ist sie Naturschutzgebiet und kann im Rahmen von geführten Wanderungen besichtigt werden. Pro Tag dürfen 60 Personen an den beiden Führungen teilnehmen (Kartenreservierung ist Pflicht). Ferner liegt auf der Insel die Internationale Naturschutzakademie. Das Seminarzentrum ist eine Außenstelle des Bundesamtes für Naturschutz (Info).

Hintergrund

Deutschlands größte Insel ist etwa 926 km² groß. Die meisten Einwohner hat die Kreisstadt Bergen. Die Insel hat eine größte Länge von 52 km (von Süd nach Nord) und eine größte Breite (im Süden) von 41 km. Ihre Gestalt ist durch zahlreiche Meerbusen (Bodden oder Wieke) sowie vorspringende Halbinseln, Landzungen und Binnenseen der „Ausgleichsküste“ äußerst zerrissen, aber dadurch besonders reizvoll. Die Insel ist durch den 2 km breiten Strelasund vom Festland vor Stralsund getrennt.

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Geschichte

Die Insel war in ältester Zeit von Germanen bewohnt, in der Völkerwanderung von den slawischen Ranen (Rujanen) besetzt und stand unter besonderen Fürsten. Der dänische König Waldemar I. unterwarf die Insel und zerstörte 1168 Arkona, das letzte Asyl des Götzendienstes. Unter dem Fürsten Jaromar (gestorben 1218) wurde dann die Insel völlig bekehrt und füllte sich mit deutschen Ansiedlern. Seine Nachfolger eroberten einen Teil der pommerschen Küste bis zum Rykfluss, gründeten 1209 Stralsund und warfen das dänische Joch ab. Witzlaw III. nahm 1282 die Insel vom deutschen König Rudolf zu Lehen und erhielt das Amt eines Reichsjägermeisters. 1309 und 1317 verwüsteten Sturmfluten die Insel und rissen einen Teil, Ruden genannt, davon ab. Nach Witzlaws IV. Tod 1325 kam Rügen infolge der 1221 geschlossenen Erbverbrüderung an Pommern-Wolgast und war eine Zeitlang das Besitztum einer abgezweigten Linie (Bart), bis es 1478 auf immer mit Pommern vereinigt wurde. Mit diesem Land kam es dann 1648 durch den Westfälischen Frieden an Schweden. Am 23.-24. September 1678 und 15. November 1715 wurde Rügen von den Brandenburgern, 1807 von den Franzosen genommen und von letzteren bis 1813 besetzt gehalten. 1815 fiel es mit Neuvorpommern an Preußen. Die Halbinsel Jasmund war nach dem Dreißigjährigen Krieg eine Zeitlang im Besitz des schwedischen Generals Wrangel, dann der Grafen de la Gardie, von denen sie Fürst Putbus erwarb. 2011 ging der Landkreis Rügen, der die Insel umfasste, im neuen Großkreis „Vorpommern-Rügen“ auf.

Geographie

Landschaften auf Rügen – ein Streifzug
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Blick zum Greifswalder Bodden oberhalb von Groß Stresow

Die Oberfläche ist im Westen eben und waldlos und hebt sich allmählich gegen die Mitte, wo sie im Rugard bei Bergen 91 m und östlicher, auf dem bewaldetem Hügelzug der Granitz, 105 m Höhe erreicht. Im ganzen ist der Boden sehr fruchtbar und ergiebig, besonders auf Wittow, der Kornkammer der Insel. Jasmund besteht auf der Nord- und Nordostseite aus einem Kreidegebirge, das von horizontal liegenden Feuersteinlagern durchzogen ist und an mehreren Seiten weite, runde Einschnitte hat. Deren gegen die See vorspringende Spitzen bilden kleine Vorgebirge, die zusammen die Stubbnitz und die berühmte Stubbenkammer bilden. Der Piekberg ist mit 161,1 m die höchste Erhebung der Insel Rügen und die fünfthöchste Mecklenburg-Vorpommerns.

Der Kern der Insel hat die Form eines Dreiecks:

  1. Die nach Süden gekehrte Grundlinie ist durch den Rügenschen Bodden ausgebuchtet. An dessen Westende erstreckt sich die Halbinsel Zudar mit dem südlichsten Vorgebirge (Palmerort) Pommern gegenüber. Am Ostende ragt die wiederum vielgegliederte Halbinsel Mönchgut in das Meer, an deren Ostküste zwei Vorgebirge südlich das Thiessower Hövd (südliches Pehrd) und nördlich das Göhrensche Hövd (nordisches Pehrd), zwei einem Pferderücken ähnliche Steinrücken, zu bemerken sind.
  2. Der Nordostseite des Kerns parallel läuft die Halbinsel Jasmund, die mit der Insel durch die Schmale Heide verbunden ist. Die Schmale Heide verläuft zwischen der Prorer Wiek, einer äußeren Meeresbucht, und dem Kleinen Jasmunder Bodden. Die Halbinsel Jasmund springt weit nach Osten vor und endet mit der Stubbenkammer. Mit Jasmund hängt durch die Schabe (eine schmale, sandige Niederung, 8 km lang und bis 1 km breit) die Halbinsel Wittow zusammen, die der Nordspitze des Dreiecks gegenüberliegt und samt Jasmund durch den Großen Jasmunder Bodden, den größeren Abschnitt des Binnenmeers, vom Kern geschieden ist. Wittow hat das nördlichste Vorgebirge, Arkona. Wittow und Jasmund sind durch die Tromper Wiek, eine Bucht des Außenmeers, geschieden.
  3. Die Nordwestseite des Dreiecks ist nicht so tief ausgezackt, hat aber dafür die begleitenden Inseln Ummanz und Hiddensee, die früher wohl ebenfalls mit dem Kern zusammenhingen.

Gewässer

Am Greifswalder Bodden
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Greifswalder Bodden bei Groß Stresow.

Buchten und Strände:

  • Arkonariff
  • Tromper Wiek − große Bucht im Nordosten zwischen Kap Arkona und Große Stubbenkammer
  • Prorer Wiek − die große Badebucht im Osten zwischen Sassnitz und Binz
  • Rügischer / Greifswalder Bodden · mit Thiessower Haken, Hagensche Wiek und Having im Südosten. Er liegt größtenteils im Biosphärenreservat Südost-Rügen
  • Strelasund − trennt die Insel vom Festland
  • Kubitzer Bodden − im Südwesten
  • Schaproder Bodden − zwischen Rügen und Hiddensee
  • Libben − zwischen Rügen und Hiddensee im Norden

Binnengewässer und Seen:

  • Passower Strom · mit Wieker Bodden im Norden und Vitter Bodden vor Hiddensee
  • Großer Jasmunder Bodden · mit Tetzitzer See, Breeger Bodden, Breetzer Bodden.
  • Kleiner Jasmunder Bodden
  • Schmachter See
  • Selliner See
  • Wreechensee
  • Schoritzer Wiek
  • Koselower See
  • Udarser Wiek
  • Garzer See

Anreise

Auf der Straße

Die neue Rügenbrücke
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Luftbild der neuen Rügenbrücke. Davor ist noch der alten Rügendamm mit Klappbrücke zu erkennen. Der Pylon hat eine Höhe von 128 m. Die Durchfahrtshöhe für die Schifffahrt beträgt 42 m. Das Bauwerk ist wie die gesamte Strelasundquerung dreispurig ausgeführt. Je nach Hauptverkehrsrichtung wird die mittlere Spur entsprechend der jeweiligen Richtung zugeschaltet. Dies geschieht ferngesteuert durch eine Verkehrszentrale. Insgesamt kostete die neue Strelasundquerung 125 Millionen Euro. Als ökologische Ausgleichsmaßnahme für die neue Straßenanbindung Rügens wurde auf 240 Hektar Fläche wieder ein Feuchtgebiet im Mellnitz-Üselitzer Wiek geschaffen. Weitere technische Details siehe Wikipedia-Artikel „Rügenbrücke„. Die Brücke ist für Fußgänger und Radfahrer übrigens nicht zugänglich (Das Bauwerk besitzt also auch keinen Aussichtspunkt). Von der Flachbrücke kann man als Beifahrer in Fahrtrichtung Festland rechts noch einen Blick auf die Silhouette von Stralsund erhaschen. Auf der Hochbrücke ist es aber auch damit vorbei, da ein Windschutzzaun die Sicht versperrt.

Das eigene Auto ist das mit Abstand am meisten zur Anreise genutzte Verkehrsmittel. Überregional erfolgt die Anreise per KFZ in der Regel über die Ostseeautobahn A 20 und den Autobahnzubringer der B 96 nach Stralsund. Der leistungsfähige Autobahnzubringer nach Stralsund ist bis vor die Rügenbrücke 4-Spurig mit getrennten Richtungsfahrbahnen ausgeführt. Da die Fahrstreifen aber einen engeren Querschnitt als auf Autobahnen aufweisen, und zudem meist kein Standstreifen existiert, gilt auf dem Rügenzubringer Tempo 100.

Über den Rügendamm mit der Ziegelgrabenbrücke, der bei Stralsund über den Strelasund führt, ist Rügen seit 1935 mit dem Festland verbunden. Die Zugbrücke wird mehrmals am Tag für jeweils 20 Minuten hochgezogen, um den Schiffen eine Durchfahrt zu ermöglichen und somit ist dann der Straßen- und Bahnverkehr unterbrochen (Zugbrücke Schließungszeiten).

2007 wurde parallel zum Rügendamm die imposante, dreispurige Rügenbrücke eröffnet. Damit kann man die Insel per KFZ nun gut unabhängig vom bisherigen „Nadelöhr“ Rügendamm erreichen. Parallel zur alten B 96 wird die B 96 in zwei Bauabschnitten über 20 km bis Bergen neu als dreispurige Bundesstraße wird als leistungsfähige Schnellstraße ausgeführt (kreuzungsfrei mit wechselnder Überholspur und Anschlussstellen) gebaut. Der Abschnitt bis Samtens ging im Dezember 2015 in Betrieb. Für Bergen ist zusätzlich auch noch eine Südumgehung geplant.

Momentan ist die B 96 Altefähr – Bergen an Hauptanreisetagen oft überlastet (Stau fast vorhersagbar). Für Reisende mit Ziel Süd-Ost-Rügen bietet es sich an, die B 96 gleich hinter der neuen Rügenbrücke zu verlassen. Auf Rügen dann über die „Deutsche Alleenstraße“ über Garz und Putbus in die Seebäder Süd-Ost-Rügens (Binz, Sellin, Göhren usw.) fahren. Diese Route ist als Entlastung „Binz“ mit großen weißen Schildern auch vor Ort ausgewiesen. Wer Rügen „stilecht“ mit den Schiff erreichen möchte, kann alternativ bei dieser Variante auch die „Glewitzer Fähre“ vor Stralsund nutzen (Abkürzung um etwa 15 Straßenkilometer). Dazu den Rügenzubringer lange vor Stralsund an der entsprechenden Ausfahrt verlassen. Die Anfahrt zur Glewitzer Fähre ist bereits auf dem 4-spurigen Rügenzubringer mit weißen Schildern ausgewiesen. Infos Fähre siehe Abschnitt Mit dem Schiff.

Mit dem Bus

Fernbusse aus Richtung Berlin/Dresden fahren Baabe, Bergen, Binz Göhren und Sellin an (Stand Dez. 2015).

Mit der Bahn

Rügen ist auch per Bahn erreichbar. Ebenfalls über den Rügendamm verkehren Intercityzüge zu zahlreichen Zentren in Deutschland. Fernbahnhöfe befinden sich auf der Insel in Bergen und Binz. Binz ist sogar Endpunkt einer Nachtzuglinie , die an Wochenenden in den Sommermonaten fährt. Mehr Verbindungen gibt es nach Stralsund und Umsteigen in den Regionalverkehr nach Rügen.

Aufgrund der Lage Rügens weit im Nordosten Deutschlands und des unzureichenden Ausbauzustandes der Bahnstrecken sind längere Fahrzeiten als bei vergleichbaren Entfernungen anderswo zu kalkulieren.

Mit dem Schiff

Auch per Schiff erreicht man Rügen:

  • Eine Autofähre, die „Glewitzer Fähre“, fährt von Stahlbrode (auf dem Festland) nach Glewitz/Rügen (Fahrplan und Fahrpreise). Die Glewitzer Fähre ist für PKW-Reisende mit Ziel Südostrügen ein guter „Hintereingang“ zur Insel, da man hier den Stau an den Reisetagen auf der Bundesstraße vor Bergen umgehen kann. Allerdings kann es auch an der Fähre zu Wartezeiten kommen.
  • Zusätzlich besteht eine Schiffsverbindung von Stralsund nach Altefähr / Rügen. Das Fahrgastschiff fährt fast stündlich, Fahrräder können mitgenommen werden, Autos nicht (Info).

Mit dem Flugzeug

Nächster Flughafen ist Rostock-Laage, etwa 90 km Luftlinie südwestlich gelegen (u. a. mit Direktverbindungen von den Flughäfen Köln-Bonn, Stuttgart, Zürich, Frankfurt am Main und München). Von Flughafen Rostock-Laage verkehrt ein Transferbus zur Insel (Weitere Infos siehe Seite der Tourismuszentrale Rügen zum Flughafenbus). Weitere Verkehrsflughäfen mit zahlreichen Linienflügen und umsteigefreier Zuganbindung mindestens bis Stralsund sind Hamburg und die Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld.

Für Privatflieger gibt es einen Landeplatz in Güttin (8 km südwestlich von Bergen auf Rügen gelegen).

Mit dem Fahrrad

Mit dem Fahrrad gelangt man über den alten Rügendamm zur Insel Rügen. Radfernwege:

Mobilität

Mit dem Auto

Das eigene KFZ ist bei Urlaubern für inselweite Ausflüge das mit Abstand am meisten genutzte Verkehrsmittel. Wer mit dem eigenen Auto auf die Insel anreist, nutzt es in der Regel zweckmäßigerweise auch für längere, inselweite Ausflüge. Das ergibt sich schon fast zwangsläufig aus der Größe der Insel. Auf längeren Strecken quer über die gesamte Insel (z. B. Göhren – Kap Arkona) sind die Reisezeiten im Busverkehr im Vergleich zum Auto zumindest in der Zwischensaison bei nur mäßig befahrenen Straßen lange nicht konkurrenzfähig. Kostenfreie Parkplätze an Stränden und bei Sehenswürdigkeiten gibt es auf Rügen – wie in anderen beliebten Tourismusregionen in Deutschland auch – fast nicht mehr. Die Parkgebühren sind aber in der Regel im Vergleich zu anderen deutschen Ferienregionen angemessen (Tageskarte in der Regel für einen PKW 3 bis 5 €). In der Hauptsaison kann es auf den Straßen aber voll werden.

Einige beliebte Hauptsehenswürdigkeiten der Insel sind großräumig verkehrsberuhigt. Sie sind nur zu Fuß, per Fahrrad und mit öffentlichen Pendelverkehren erreichbar. Hier muss man sein Auto schon einige Kilometer vorher auf einem Großparkplatz zurücklassen und das letzte Streckenstück bis zum Ziel mit einem anderen Verkehrsmittel (z. B. mit einer „Straßenbimmelbahn“ oder mit dem Pendelbus) zurücklegen. Dies trifft z. B. auf Kap Arkona mit Vitt, den Königsstuhl im Nationalpark Jasmund, das Jagdschloss Granitz und die Insel Hiddensee zu.

Busse

Bernsteinticket: Kombikarte für Bus & Bahn auf Rügen
Mit dem Bernsteinticket kann man sowohl inselweit die Buslinien wie auch die Bahn einschließlich der Stadtverkehre in Stralsund nutzen. Damit ersetzt die Karte einen fehlenden Verkehrsverbund. Den gibt es auf Rügen nicht. Weitere Infos zum Ticket siehe www.bernsteinticket.com

Auf den wichtigsten touristischen Routen verkehren die Busse der Rügener Personennahverkehrs GmbH (RPNV) mindestens im Stundentakt, im Sommer auch in kürzeren Abständen. Die Linie 20 verbindet die Seebäder im Südosten der Insel via Sassnitz mit dem Königstuhl. Teilweise verfügen die Busse über Anhänger zur Fahrradmitnahme. Seite der RPNV. Seit dem 01. Juni 2013 unterbreiten die Ostseebäder Sellin, Baabe und Göhren zusammen mit der Rügener Personennahverkehrsgesellschaft mbH ihren Gästen mit einer Kurkarte die Möglichkeit, verschiedene Buslinien unentgeltlich zu nutzen. Hunde werden ebenfalls kostenfrei befördert, wenn auf der Kurkarte ein rotes H vermerkt ist. Dieser Zusammenschluss wird bis Ende 2016 fortgeführt. Mehr Informationen auf der Website des RPNV unter Tarifbestimmungen.

Mit dem Schiff

  • Wittower Fähre. Von der Halbinsel Wittow verkehrt im Süden tagsüber die Wittower Fähre zum Kernland der Insel Rügen. Die Verkehrszeiten sind von Jahreszeit und Tourismussaison abhängig.
  • Auf der gemeinsamen Seite der Rügener Reedereien findet man Infos zu Ausflugszielen per Schiff mit den entsprechenden Fahrplänen & Fahrpreisen: www.fahrgastschifffahrt-ruegen.de

Mit dem Fahrrad

Die umfangreichen Informationen sind im eigenen Themenartikel „Radfahren auf Rügen“ zu finden.

Sehenswürdigkeiten

  • Nationalparkzentrum Königstuhl und Victoriasicht im Nationalpark Jasmund – Auf der Halbinsel Jasmund sollte man sich die im gleichnamigen Nationalpark Jasmund liegende Felsklippe Königstuhl nicht entgehen lassen. Die berühmte, 118 Metern hohe Klippe gehört zur Großen Stubbenkammer und gewährt eine unvergleichliche Aussicht. Zur Klippe gehört das ansprechend gestaltete Nationalparkzentrum mit einer umfangreichen Erlebnisausstellung über den Nationalpark. Neben der Großen Stubbenkammer liegt mit der Kleinen Stubbenkammer noch eine weitere imposante Kreideklippe. Sie liegt knapp 1 km südöstlich vom Königsstuhl und ist nur ein paar Meter niedriger. Vom Aussichtssteg der Victoriasicht auf etwa 100 bis 110 m Höhe kann man hier aber noch steiler, fast senkrecht zur Tiefe des Meeres blicken. Im Rücken der Kreideküste liegt die Stubbnitz (Stubbenitz), ein 16 km langer und 4 km breiter Buchenwald, an deren Südseite sich die Stadt Sassnitz und in deren Innerem man diverse Moore und auch den verwunschenen Herthasee findet.
  • Kap Arkona – Im Bereich der 46 m hohen Nordspitze der Insel stehen 3 Leuchttürme (der älteste von 1826). Sehenswert sind auch die Kreideklippen der Nordspitze Rügens.
  • Fischerdorf Vitt – Das denkmalgeschützte Dorf liegt auf der Halbinsel Wittow, ca. zwei Kilometer südlich von Kap Arkona.

Jagdschloss Granitz. Das Bauwerk bei Binz kann besichtigt werden. Vom Hauptturm hat man eine umfassende Rundsicht über Südostrügen.
  • Jagdschloss Granitz bei Binz – Das Jagdschloss der einstigen Fürsten zu Putbus aus dem 19. Jahrhundert liegt auf dem 107 m hohen Tempelberg.
  • Rasender Roland – Die dampfbetriebene Kleinbahn (750 mm Spurweite) verkehrt zwischen Putbus, Binz, Jagdschloss Granitz, Sellin, Baabe und Göhren. Das inselweite Bernsteinticket ist im Rasenden Roland übrigens nicht gültig. Weitere Infos: Rasender-Roland.de.
  • Putbus – „die weiße Stadt am Meer“. Sehenswerte Bebauung am Circus und am Markt. Großzügiger Schlosspark mit Orangerie und Wildgehege. Das Schloss der Fürsten zu Putbus, die einst über das Fürstentum Rügen herrschten, steht allerdings nicht mehr (es wurde zu DDR-Zeiten gesprengt). Aber auch so ist Putbus auf jeden Fall einen Besuch wert. Nicht versäumen sollte man auch einen Abstecher nach Lauterbach mit seinem reizvollen Hafen am Greifswalder Bodden. Von hier kann man einen Spaziergang zum rekonstruierten Badehaus (heute ein Hotel) und weiter in den Urwald Goor unternehmen. Im Hafen starten auch die geführten Schiffsexkursionen nach Vilm. Eine gemütliche, historische Art der Anreise nach Putbus ist die Fahrt mit der dampfbetriebenen Schmalspurbahn Rasender Roland.

Museen

Regional bedeutende Museen der Region Rügen. Details stehen, sofern vorhanden, in den untergeordneten Artikeln.

Freizeit- und Tierparks

  • Rügenpark Gingst – Der Freizeit- und Miniaturenpark zeigt ein Modell der Insel Rügen mit 15 Modellgebäuden. Daneben gibt es weitere 85 Modellgebäude im Maßstab 1:25 (bis zu 9 m hoch). Auf dem 4 Hektar großen Gelände findet man ferner eine Parkeisenbahn sowie 15 weitere Attraktionen für Kinder und Jugendliche. Der Park ist ein schönes Ziel für Familien. Weitere Infos: www.ruegenpark.de.
  • Tierpark Sassnitz – Auf 2,5 Hektar Fläche sind etwa 250 Tiere aus 60 Arten zu sehen.
  • Dinosaurierland Rügen – Der Park informiert über das Leben der Saurier vor 65 Millionen Jahren in der Kreidezeit. In der Freiluftanlage sind 120 lebensgroße Sauriermodelle zu sehen. Die Anlage liegt etwa 3 km westlich von Glowe im Bereich der Hauptstraße (Parkseite).
  • Karls Erlebnis-Dorf – großer Erlebnisbauernhof in Zirkow (Betreiberseite).

Sonstige Natur- und Kultursehenswürdigkeiten

Sehenswertes zum Thema „Natur“ auf Rügen
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Auf dem Feuersteinfeldern in der Schmalen Heide.
  • Feuersteinfelder südlich von Mukran. Die Felder nehmen etwa eine Fläche von 40 Hektar ein und sind eine recht bekannte Natursehenswürdigkeit auf der Insel.
  • Naturschutzgebiet auf dem „Großen Zicker“ – In großen Teilen nur zu Fuß zugänglich ist das Naturschutzgebiet auf dem „Großen Zicker“ auf der Halbinsel Mönchsgut im Südosten Rügens. Von den bis zu etwa 60 m hohen „Bergen“ mit offener Wiesenlandschaft eröffnen sich schöne Blicke auf die Boddengewässer. Es werden geführte Wanderungen durch das Biosphärenreservat angeboten (siehe Abschnitt Wandern).
  • Urwald Goor – Der geschützte Küstenwald ist an der Südküste Rügens nahe Putbus zu finden (bei 54° 20′ 38″ N 13° 31′ 28″ O). Das sehenswerte Waldgebiet wird touristisch durch den abwechslungsreichen „Pfad der Muße & Erkenntnis“ erschlossen, der den Wald vom Badehaus Putbus ausgehend als Rundkurs erschließt. Neben der reizvollen Boddenküste im Waldbereich mit kleinem Kliff ist besonders die imposante Schirmeiche im hinteren Teil des Goor-Waldes sehenswert (Station 12 des Pfads der Muße & Erkenntnis). Eine umfangreiche Broschüre zum Pfad kann hier heruntergeladen werden (8,6 MB).
Anreise: Als Ausgangspunkt für eine Wanderung in die Goor wählt man am besten den Hafen von Lauterbach. Hier bestehen Parkmöglichkeiten und es gibt eine Station der Dampfbahn „Rasender Roland“. Auf dem Fußweg in den Wald kommt man am rekonstruierten Badehaus der Fürsten von Putbus vorbei (heute ein Hotel). Mit dem Fahrrad kann man direkt bis in den Wald radeln. Der Rügenrundweg / Ostseeküstenradweg führt durch das Waldgebiet. Die kleinen Wanderpfade sind aus Naturschutzgründen aber für das Radfahren gesperrt. Für eine Rundtour durch den Wald das Fahrrad daher anschließen.
  • Hügelgräber – Auf Rügen gibt es zahlreiche Grabhügel. Besonders zahlreich sind die Hügelgräber im Buchenwald des Nationalparks Jasmund zu finden. Gut erhalten sind z. B. die Großsteingräber bei Lancken-Granitz.
  • Findlinge – Die großen Felsbrocken sind Überbleibsel der letzten Eiszeit. Größter Felsbrocken ist der 1600 t schwere „Buskam“. Der Stein ragt etwa 350 m vor der Küste von Göhren aus dem Wasser (Detailinfos siehe Wikipediaartikel „Buskam“). Weitere Infos zu Findlingen auf Rügen sind im Wikipedia-Artikel „Findlinge um und auf Rügen“ zu finden.
  • Marsson-Buche beim Weiler Jarkvitz – Mit 4,40 m Stammumfang ist der Baumriese die größte Hainbuche von Rügen. Die Buche ist nach dem Wasserbiologen Maximilian Marsson (geb. 1845 in Wolgast – gest. 1909 in Berlin) benannt. Die genaue Lage der Buche in Jarkvitz ist unklar. Lage des Dorfes Jarkvitz nordöstlich von Altenfähr: 54° 19′ 36″ N 13° 10′ 41″ O
  • Baumwipfelpfad und Naturerbe Zentrum Rügen Der Baumwipfelpfad liegt am Forsthaus Prora nördlich von Binz (54° 26′ 1″ N 13° 33′ 27″ O). Der 1250 m lange Steg bietet einen barrierefreien Zugang zu den Buchenwipfeln. Höhepunkt des Pfads ist der „Spiralturm“ mit Aussicht aus 82 m Höhe über dem Meer auf die Prorer Wiek, Mukran und den Kleinen Jasmunder Bodden. Das Bauwerk selbst ist 40 m hoch. Im Naturerbe-Zentrum Rügen gibt es eine Erlebnisausstellung zum Thema „Natur auf Rügen“. Sonderausstellungen ergänzen die Dauerausstellung. Ferner gibt es am Zentrum Gastronomie. Weitere Infos siehe www.nezr.de.
An der Deutschen Alleenstraße auf Rügen
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… findet man an der L 19, Höhe Einmündung Dorfstraße Groß Stresow diese schöne Baumallee.
  • Alleen auf Rügen – Entlang der Straßen Rügens finden sich oft schöne, alte Baumalleen. Mittlerweile werden die Straßenbäume nicht mehr nur als gefährliches Hindernis im Falle eine Unfalls gesehen, sondern gelten auch als ein „touristisches Markenzeichen“ der Insel und werden entsprechend gepflegt. Müssen die Altbäume aus Altersgründen gefällt werden, werden in der Regel neue Bäume angepflanzt. Eine attraktive Alleenroute ist z. B. die „alte Bäderstraße“, die von Altefähr über Gustow, Poseritz, Garz (Rügen) und Putbus zu den Seebädern Süd-Ost-Rügens (Binz, Seelin, Göhren usw.) führt. Der Straßenzug gehört zur Deutschen Alleenstraße. Die Strecke ist übrigens eine sinnvolle Alternativstrecke zur oft überlasteten Bundesstraße über Bergen – sofern man sein Quartier in Süd-Ost-Rügen gewählt hat. Achtung: Mit dem Fahrrad diese vielbefahrene Straßenroute meiden.
Eine Liste des Landkreises Rügen mit „Altalleen“ an Bundes-, Landes- und Kreisstraßen ist hier zu finden.

Aktivitäten

Strand mit Kurhaus in Binz
  • Baden – Bademöglichkeiten bestehen auf Rügen reichlich. Einen schönen Sandstrand findet man z.B. am Tromper Wiek zwischen Juliusruh und Glowe. Auch Binz am Prorer Wiek besitzt einen langen Sandstrand.
  • Radfahren – Die grüne Insel lädt zu Touren ein. Einige schöne Tourenvorschläge sind sehr detailliert hier auf einer privaten Seite von Josef Renger aus Bergen beschrieben. Tourenvorschläge und weitere wichtige Infos (z. B. gefährliche starkbefahrene Straßen ohne Radwege) siehe Thema „Radfahren auf Rügen„.
  • Angeln – Rügen ist ein wahres Anglerparadies. Große Hechte, Barsche oder Zander in den Boddengewässern, Heringe, Hornhechte im Frühjahr oder Aale, Plattfische und Dorsche in der Ostsee, das Angelrevier Rügen bietet vielfältige Möglichkeiten. Wer es etwas gemütlicher mag, der kann auch am Schmachter See in Binz sein Glück versuchen.

Wandern

Neben Möglichkeiten zum Radfahren gibt es auch schöne Wanderstrecken auf Rügen. Zum Teil dürfen diese Wege aus Naturschutzgründen auch nicht mit dem Fahrrad befahren werden. Attraktive Wanderrouten:

  • Ein sehr schöner Weg (für Fahrräder gesperrt) ist z. B. der Hochuferweg im Nationalpark Jasmund von Sassnitz bis zum Königsstuhl (Infos im Artikel zum Nationalpark).
  • In großen Teilen nur zu Fuß zugänglich ist das Naturschutzgebiet auf dem „Großen Zicker“ auf der Halbinsel Mönchsgut im Südosten Rügens. Von den bis zu etwa 60 m hohen „Zickerschen Bergen“ mit offener Wiesenlandschaft eröffnen sich schöne Blicke auf die Boddengewässer. Sowohl auf der Granitz wie auch auf dem Großen Zicker werden geführte Wanderungen durch das Biosphärenreservat angeboten (siehe Veranstaltungskalender 2012; PDF-Datei mit 482 kB). Auf Seite 2 der PDF-Datei sind einige Touren (darunter auch die auf dem Großen Zicker) mit kleiner Karte kurz beschrieben, so dass man die Strecke auch individuell erwandern kann.
  • Auch im Bereich von Kap Arkona gibt es Wandermöglichkeiten entlang des Hochufers (z. B. der Spazierweg von Vitt nach Kap Arkona am Hochufer.
  • Ebenfalls attraktive Routen sind der „Hochuferweg“ und weitere kleinere Wege auf Hiddensee im Bereich des Dornbuschs rund um den Leuchtturm und die Nordspitze von Hiddensee.
In der Granitz
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Waldlichtung mit Sumpf
  • Die Granitz im Biosphärenreservat Südostrügen mit dem gleichnamigem Jagdschloss und ihren Buchenwäldern lädt ebenso zum Aktivurlaub ein. Sehenswert ist hier neben dem bekannten Jagdschloss Granitz auch der Schwarze See. Das Gewässer liegt verwunschen in einer von Buchenwald umgebenden Senke im Ostteil der Granitz. Der See ist nur zu Fuß und per Fahrrad zugänglich. Leider „krankt“ das Wanderroutennetz der Granitz daran, das viele ausgeschilderte Wanderwege zu langen Strecken auf großen, unattraktiven und recht eintönigen Forststraßen verlaufen. Die im Sommer 2010 begangenen Forststraßen waren von der Oberfläche her gut gewartet (gute Schotterdecken, in Gefällestrecken teilweise sogar Asphalt- bzw. Betondecken) und werden entsprechend auch viel von Radwanderern genutzt. Als Fußgänger wandert es sich auf einem sehr stark von Fahrrädern belegtem Weg auch nicht gerade erholsam. Es bietet sich daher an, für die meisten Tourenziele in der Granitz (wie z. B. zum Jagdschloss oder zum Schwarzem See) ebenfalls ein Fahrrad zu nutzen. So kommt man schneller voran und die Fahrzeit auf den zu Fuß eintönigen Passagen verkürzt sich erheblich. Am Infozentrum des Biosphärenreservats unterhalb des Jagdschlosses findet man übrigens eine vorbildliche überdachte Fahrradabstellanlage. Es gibt sogar Münzpfandschließfächer für das Gepäck. So muss man nicht alles bei der Schlosserkundung mitschleppen. Eine Ausnahme stellt als Route wohl der Hochuferweg von Sellin nach Binz dar. Über die Wegebeschaffenheit (laut Markierung in Openstreetmap in großen Teilen kleiner naturnaher Weg; ?) liegen allerdings keine detaillierten Informationen vor, da diese Strecke nicht begangen wurde. Weite Infos zur Granitz siehe auch Seite des Biosphärenreservat Südostrügen
  • Boddenwanderung auf der Schaabe – Der waldreiche, landseitige Küstenweg am Ufer des großen Jasmunder Boddens ist Teil des europäischen Fernwanderwegs „E 10“ (Markierung blauer Strich). Die Strecke mit Boddenblicken („Kiefernwaldufer mit Röhrichtszone“; zum Teil sogar kleine Steilküste) von Glowe-Ortmitte bis Breege / Juliusruh misst etwa 11 km. Es bietet sich an, die Tour als Streckenwanderung zu absolvieren und zurück die Buslinie 20 der RPNV zu nutzen. Alternativ kann man natürlich auch auf dem Strand zurückmarschieren (je nach Trockenheit des Sandes über 10 km aber anstrengend).

Ausflüge mit Kindern

Vor allem für Familien mit Kindern ist Rügen ein sehr beliebtes und für viele auch ideales Reiseziel. Neben den schönen Stränden und den idyllischen Naturerlebnissen bieten sich auch viele Ausflüge an. Interessant für Familien sind z. B. der Rügenpark mit seinen Modellen in Gingst, der Dinosaurierpark bei Glowe und der Tierpark in Sassnitz (Infos siehe Abschnitt Freizeit- und Tierparks bei den Aktivitäten). Auch die Sommerrodelbahn bei Bergen ist natürlich ein attraktives Familienziel. Ebenfalls interessant sind die beiden Hochseilgärten, die es auf Rügen gibt: Waldseilpark Rügen in Altefähr gegenüber von Stralsund und der Seilgarten Prora bei Binz.

Alternativen für schlechtes Wetter sind z. B. der Hallenspielplatz „Pirateninsel Rügen“ bei Putbus. Bei Regen laden auch die Thermen bzw. Spaßbäder wie z. B. das Inselparadies in Sellin oder auch die Jasmartherme bei Glowe zum Besuch ein. Beide Bäder verfügen über einen Kinderbereich und über Rutschen.

Kultur

Inselweit bedeutende kulturelle Angebote:

Küche

Nachtleben

Unterkunft

Auf Rügen gibt es zahlreiche große Hotelanlagen, kleinere Pensionen und auch zwei Jugendherbergen. Die meisten Übernachtungsmöglichkeiten bieten jedoch Gästezimmer und Ferienwohnungen. Eine Ferienwohnung zu mieten, ist nicht nur praktisch, sondern auch die günstigste Möglichkeit, auf Rügen Urlaub zu machen. Hotelzimmer liegen zwischen 80 bis 120 €/ Nacht für 2 Personen. Ferienwohnungen sind indes schon ab 50 – 60 € für 2 Personen zu bekommen (Abseits der Küste teilweise sogar schon für 40 €). Tipp: Sassnitz besitzt im Vergleich zu anderen Küstenorten wie Binz, Sellin und Göhren ein recht großes, preisgünstiges Angebot an Ferienwohnungen. Dies liegt wohl vor allem daran, dass die Hafenstadt direkt keinen Badestrand besitzt. Der nächste Sandstrand beginnt etwa 6 km südwestlich der Stadtmitte beim Stadtteil Mukran. Die Stadt eignet sich aber hervorragend für Aktivurlauber, die eher Radfahren und Wandern möchten (nah ist z. B. der Nationalpark Jasmund mit seinen Kreideklippen).

Man findet Ferienwohnungen z.B. über die offizielle Seite der Insel. Hier sind aber bei weitem nicht alle Vermieter vertreten. So findet man im Netz auch noch einige weitere Unterkunftsverzeichnisse mit Ferienwohnungen, Pensionen, Hotels usw. Einfach mal suchen.

Sicherheit

Baden

Rot-gelbe Flagge – Baden erlaubt

Rot-gelbe und Gelbe Flagge – Bade­verbot für Kinder und ungeübte Schwimmer

Rote Flagge – Baden verboten

Die Badezonenkennzeichnung der DLRG
  • Allgemeine Baderegeln und Hinweise
    • Nie Baden, wo Schiffsverkehr ist
    • Kinder nicht unbeaufsichtigt am Ufer und im Wasser spielen lassen
    • Luftmatratzen und Schwimmhilfen sind nicht sicher
    • Die Wellen ein- und auslaufender Schiffe sind größer
    • Ablandige Winde erschweren das Schwimmen zurück zum Ufer.
    • An Buhnen können unterhalb der Wasserlinie scharfkantige Muscheln wachsen
    • Springen und Baden an der Mole ist wegen hoher Verletzungsgefahr verboten
    • Auf die Hinweise an den Rettungstürmen achten
    • Weder mit sehr vollem noch mit sehr leerem Magen ins Wasser gehen
  • Rettung Telefonnummer 112
  • Bedeutung der Flaggen am Strand:
    • Eine rot-gelbe Flagge am Mast einer Wachstation zeigt Baden erlaubt, das Badegebiet wird von Rettungsschwimmern gesichert.
    • Eine rot-gelbe Flagge und eine gelbe Flagge signalisiert ein Bade­verbot für Kinder und ungeübte Schwimmer.
    • Eine einzelne rote Flagge zeigt an, Baden verboten, wegen Gefahren wie Strömung, hoher Wellengang oder Wasserverschmutzung.
    • Wenn es einen Wassersportbereich am Strand gibt, dann ist er mit schwarz-weißen Flaggen abgegrenzt. Baden und Schwimmen ist am Strandabschnitt zwischen den Flaggen nicht erlaubt.
  • Am Strand ist Sonnenschutz selbstverständlich, auch wenn es kühl ist und ein ständiger Wind die Temperatur niedrig hält, die UV-Strahlung ist sehr intensiv.
  • In der gesamten Ostsee trifft man auf Quallen, die meist harmlos sind. Der Kontakt mit einer Feuerqualle kann jedoch sehr unangenehm sein. Nach einem Kontakt mit einer Feuerqualle sollte man die betroffenen stellen mit Essig oder Rasierschaum behandeln. Etwaige Fäden und Tentakeln vorsichtig abschaben, zum Beispiel mit einer Plastikkarte oder mit Sand oder Salzwasser abwischen. Auf keinen Fall mit Süßwasser oder Alkohol abwaschen. Danach eventuell Brandsalbe oder antiallergische Salbe auftragen und bei Unwohlsein oder allergischen Reaktionen zum Arzt gehen.
  • Beim Sammeln von Bernstein besteht Gefahr, da Bernstein mit dem gefährlichen Doppelgänger Phosphor verwechselt werden kann, der aus versenkter Munition stammt. Wenn der feuchte Phosphor trocknet, kommt es zu einer Selbstentzündung, deshalb soll man seine Fundstücke nicht in der Hosen- oder Jackentasche transportieren sondern in Metallbehältern. Besser ist es, den Fund auf einer feuerfesten Unterlage zu trocknen. Sollte die Kleidung Feuer gefangen haben, sofort ausziehen, Phosphorreste auf der Haut müssen schnell entfernt werden. Das Feuer lässt sich nicht mit Wasser löschen, es kann am besten mit feuchtem Sand erstickt werden.

Klima

Ausflüge

Literatur

Als Urlaubsregion gibt es von der Insel zahlreiche Rad- und Wanderkarten. Fast alle namhaften Verlage, die diesbezüglich aktiv sind, haben eine entsprechende Karte im Programm. Eine Übersicht zu den Verlagen, die Radwanderkarten herausgeben siehe Themenartikel „Radwanderliteratur Deutschlandweit – Verlagsübersicht„.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Kranichsichtungen auf Rügen

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