Deutsche Spitze

Herkunft und Geschichtliches

Die Theorie, dass die Familie der Spitzartigen von dem prähistorischen Torfhund abstammt, gilt heute als überholt.[1] Jahrhundertelang wurden und werden überall in Europa Spitze gezüchtet und verbreiteten sich von dort auch in andere Teile der Welt (Japan SpitzAmerican Eskimo Dog).

Heutzutage gibt es Spitze in vielen verschiedenen Größen (von 18 bis 55 cm Schulterhöhe) sowie in zahlreichen Farbschlägen (schwarz, weiß, orange, graugewolkt, braun, gescheckt, black-and-tan und viele Zwischentöne).

Im Jahr 2003 wurden der Groß- und Mittelspitz zusammen mit dem Deutschen Pinscher von der GEH (Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen) zur vom Aussterben bedrohten, gefährdeten Haustierrasse erklärt. Der Großspitz wurde dabei als extrem gefährdet eingestuft.[2]

Beschreibung

Spitze werden in den unterschiedlichsten Größen gezüchtet. Allen gemeinsam ist das dichte langstehende Fell.

Wolfsspitz
Er erreicht eine Widerristhöhe von 49 cm ± 6 cm und ist graugewolkt, d. h. silbergrau mit schwärzlichen Haarspitzen.
Großspitz
Der Großspitz ist ein ausgezeichneter Hauswächter und Begleithund. Der gedrungene Hund mit dem „spitzen“ Fang eines Fuchses hat mittellanges, weiches, dichtes Haar in Schwarz, Braun und Weiß. Die Widerristhöhe beträgt 46 cm ± 4 cm.
Mittelspitz
Die Farben sind Schwarz, Braun, Weiß, Orange, graugewolkt, andersfarbig, bei einer Größe von 34 cm ± 4 cm.
Kleinspitz
Der zweitkleinste Spitz wird etwa 26 cm ± 3 cm groß, die Farben des Fells sind Schwarz, Braun, Weiß, Orange, graugewolkt, andersfarbig.
Zwergspitz
Auch: PommerPommeranerPomeranian[3]
Mit 18 bis 22 cm der kleinste der Spitzrasse. Das Fell ist schwarz, braun, weiß, orange, graugewolkt, andersfarbig.

Unter die Bezeichnung andersfarbig fallen alle Farbtöne, wie Creme, Creme-sable, Orange-sable, Black-and-tan und Schecken. Schecken müssen eine weiße Grundfarbe haben. Die schwarzen, braunen, grauen oder orangen Farbflecken müssen über den ganzen Körper verteilt sein.

Verwendung

Der Spitz ist in der Regel ein zuverlässiger Wachhund, der Störungen in seinem Revier nachdrücklich und lautstark meldet. Diese Eigenschaft hat ihm den Ruf eines Kläffers eingebracht und ihn damit etwas in Vergessenheit geraten lassen. Deshalb stehen der Groß- und Mittelspitz auf der „roten Liste“[4].

Wesen

Spitze sind ausgesprochene Haus-, Familien- und Wachhunde. Der FCI-Rassestandard beschreibt sie als lebhaft und bei ihren Besitzern anhänglich. Fremden gegenüber sind sie eher misstrauisch, ein Aspekt der Wachhundeigenschaft. Die Erziehung von Spitzen ist in der Regel sehr einfach.

Einzelnachweise

  1. Hochspringen Erik ZimenDer Hund – Abstammung, Verhalten, Mensch und Hund. Goldmann, München 1992, ISBN 3-442-12397-6, S. 145 f.
  2. Hochspringen GEH – Rassekurzbeschreibungen Hunde: Groß- und Mittelspitz
  3. Hochspringen eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
  4. Hochspringen Liste gefährdeter Nutztierrassen#Hunde

Weblinks

 Commons: Deutsche Spitze – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

 

 

Creative Commons Lizenzvertrag
Deutsche Spitze von Wikipedia ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

Bedlington Terrier

Der Bedlington Terrier, früher auch als Rothbury Terrier bekannt, stammt aus den früheren Bergbauregionen Nordenglands, wo er für die Hasenjagd[1] verwendet wurde. Im ersten Zuchtbuch des Kennel Clubs von 1874 sind 30 Bedlington Terrier verzeichnet.[2] Der erste Zuchtverband für die Rasse wurde 1877 in England gegründet.[1]

Die Rasse war auf die Rattenjagd spezialisiert und wurde daher zum Beispiel auch gerne im Bergbau eingesetzt. Vor allem aber reisten Bedlington Terrier mit Kesselflickern, Scherenschleifern und Händlern durchs Land und befreiten, während die Besitzer ihrer Arbeit nachgingen, das Dorf von Ratten und anderen Nagetieren. Die britische Wettleidenschaft missbrauchte diesen Hund, wie viele andere Terrierrassen, für Tierkämpfe; nicht von ungefähr wird er auch „Wolf im Schafspelz“ genannt. Die übliche Schur ähnelt der eines Schafes.[3]

Beschreibung

Der Bedlington Terrier ist ein Hund von mittlerer Größe (etwa 41 cm, 8 bis 10 kg). Das Fell ist blau-grau (dann dunkle Augen und Nase) oder auch leber- oder sandfarben (dann helle Augen und braune Nase). Der Kopf sollte birnenförmig sein mit Ohren, die herabhängen und an den Enden befranst sind. Weitere Standardpunkte sind der geschmeidige Hals und ein flachrippiger drahtiger Körper, sowie ein tief angesetzter Schwanz, der sich nach unten verjüngt. Der Schwanz sollte nicht über dem Rücken getragen werden. Charakteristisch ist das dichte leicht gelockte Haar, das von der Haut absteht und nicht drahtig sein sollte.

Krankheiten

Anfällig für Augenerkrankungen (in seltenen Fällen) und Kupfertoxikose (übermäßige Speicherung von Kupfer in der Leber). Durch sorgfältige Zuchtauswahl und vom Zuchtverband Klub für Terrier bzw. der FCIvorgeschriebene Tests auf Kupfertoxikose für Hunde, die für die Zucht zugelassen oder verwendet werden (z. B. Blut-Test, Genanalysen-DNA-Test), kommt die Kupfertoxikose bei dieser Rasse inzwischen selten vor. Da die Bedlington Terrier so selten sind, darf auch weiterhin mit einem Kupfertoxikose-Träger-Hund (DNA 1:2) gezüchtet werden, wenn beim Deckakt der andere Hund kein Träger ist, d. h. Kupfertoxikose negativ (= frei) ist (DNA 1:1 erbgesund).

In Finnland zum Beispiel wird der deutsche Blut-DNA Test nicht akzeptiert, weil er zu ungenau ist. Hier, wie auch in anderen Ländern, wird mit den Haarwurzeln der Kupfertoxikose-DNA-Test mit zwei Markern ausgeführt.

Einzelnachweise

↑ Hochspringen nach:a b Rassestandard Nr. 009 der FCI: Bedlington Terrier (PDF-Dokument)

  1. Hochspringen History of the National Bedlington Terrier Club
  2. Hochspringen Hans RäberEnzyklopädie der Rassehunde. Ursprung, Geschichte, Zuchtziele, Eignung und Verwendung. Band 2: Terrier, Laufhunde, Vorstehhunde, Retriever, Wasserhunde, Windhunde. Franckh-Kosmos, Stuttgart 1995, ISBN 3-440-06752-1, S. 25ff. (Auch: ebenda 2001, ISBN 3-440-08235-0).

Weblinks

Commons: Bedlington Terrier – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Creative Commons Lizenzvertrag
Bedlington Terrier von Wikipedia ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

Lizenz freie Hundebilder: Dachshund

Alle bereitgestellten Bilder und Videos in der Kategorie Lizenzfrei auf Urlaub mit meinem Hund sind gemeinfrei ( Public Domain) entsprechend der Verzichtserklärung Creative Commons CC0. Soweit gesetzlich möglich, wurden von den Autoren sämtliche Urheber- und verwandten Rechte an den Inhalten abgetreten. Die Bilder und Videos unterliegen damit keinem Kopierrecht und können – verändert oder unverändert – kostenlos für kommerzielle und nicht kommerzielle Anwendungen in digitaler oder gedruckter Form ohne Bildnachweis oder Quellenangabe verwendet werden.

 

Der Hund, unserem besten Freund auf der Spur

Der Hund, unserem besten Freund auf der Spur

„Mensch und Hund leben seit 15.000 Jahren Seite an Seite. Ob als Jagd-, Haus- oder Blindenhund: Unser Verhältnis zum beliebtesten Vierbeiner ist vielschichtig. Doch was weiß man eigentlich über den Hund, der mehr Zeit mit Herrchen und Frauchen verbringt als mit seinen Artgenossen? Versteht das Tier, was man ihm sagen will, und wie äußert es seine eigenen Bedürfnisse? Verfügen Hunde über eine überdurchschnittliche Intelligenz?

Noch lange vor Landwirtschaft und Viehzuchtbetrieb und weit vor dem Dromedar, Rinder und Hühner waren Hunde die erste Nutztiere, welche vom Menschen domestiziert wurde. Im französischen Nationalmuseum für Naturgeschichte in Paris beschäftigen sich Archäozoologen mit der Frage der Domestizierung des Hundes durch den Menschen und die Geschichte, die beide miteinander verbindet.

 

 

In dieser Dokumentation entschlüsseln internationale Wissenschaftler die Sinne, Kombinationsgabe, Intelligenz und Gefühle von Bello & Co. Der Weg führt vom Leipziger Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie über den Lehrstuhl für Ethologie der Eötvös-Loránd-Universität in ungarn/" class="lar_link" data-linkid="10395" data-postid="10267" title=" Ungarn" rel="nofollow" target="_blank" >Budapest bis hin zum Pariser Naturkundemuseum. „“Der Hund, unserem besten Freund auf der Spur„“ stellt auch einige besondere Talente vor, etwa die sogenannten Medical Detection Dogs in London, die Prostatakrebs dank ihres ausgeprägten Geruchssinns sehr viel genauer diagnostizieren können als klassische Untersuchungsinstrumente. Kennt der Hund als ständiger Begleiter und Anpassungsgenie den Menschen inzwischen besser als dieser sich selbst?“

Ariégeois

Herkunft und Geschichtliches

Die Hunderasse Ariégeois wird auch Hasenhund genannt, hergeleitet aus seinem speziellen Einsatzgebiet. Sehr ähnlich ist die Braque de l’Ariège, ein Vorstehhund; sie wird oft mit dem Ariégeois verwechselt. Der Ariégeois stammt aus einer Kreuzung großer Laufhunde und Briquets, um deren Vorzüge herauszuzüchten und deren Mängel zu vermeiden. Eingekreuzt wurden unter anderem Grand Bleu de Gascogne und Grand Gascon Saintongeois. Der Ursprung der Rasse liegt in der französischen Provinz Ariège im Südwesten Frankreichs.[1]

Beschreibung

Der Hund wird für die Flintenjagd und für die Parforce-Jagd verwendet. Seine mittlere Größe (58 cm) und sein leichter Bau machen ihn, gleich ob als Einzelhund oder in der Meute, zu einem wertvollen Gehilfen; leichter, mittelgroßer Hund, elegant und vornehm. Das Haar ist kurz, dünn und dicht in weiß mit klaren, gut abgegrenzten schwarzen Flecken; manchmal schwarz getüpfelt; ziemlich blasse lohfarbene Abzeichen auf den Wangen und über den Augen. Er wirkt sehr muskulös die Brust ist lang, mittelmäßig breit; sie reicht bis auf Ellenbogenhöhe hinab. Die Ohren sind lederartig geschmeidig, gefaltet und lang herabhängend, am Ansatz schmal und knapp unterhalb der Augenlinie angesetzt. Wie aus der Beschreibung ersichtlich, ist er ein hochläufiger Hund, großen Laufhunden sehr ähnlich. Typisch ist, dass die Lefzen nicht über den Unterkiefer hinaushängen. Der Körper ist der Hasenjagd gut angepasst mit breiter, ovaler Brust, die bis zu den Ellbogen reicht. Gut angesetzte, säbelförmige Rute.

Verwendung

Spezialisiert für die Hasenjagd, eignet er sich für jagdliche Einsätze jeglicher Art.

Quellen und weiterführende Links

Einzelnachweise

  1. Hochspringen Lehari, S. 17

Literatur

  • Gabriele Lehari: Ulmers Großes Lexikon der Hunderassen. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 3-8001-4614-2

Weblinks

 Commons: Ariégeois – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

 

 

Creative Commons Lizenzvertrag
Ariégeois von Wikipedia ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.