Mit dem Hund auf die britische Insel

Was lange Zeit undenkbar war, ist seit dem schrittweisen Abbau der strengen Quarantänebestimmungen für die Einreise nach Großbritannien nun möglich. Schnell hat sich England als beliebtes Reiseziel für Hundebesitzer gemausert. Die Engländer sind ein hundevernarrtes Volk und zahlreiche Unterkünfte heißen Sie mit Ihrem vierbeinigen Begleiter Willkommen. Wanderwege für Hunde, Hundestrände und typische Gärten laden ein, in die wildromantische Natur der Insel einzutauchen.

Was ist für die Einreise notwendig?

Für die Urlaubsreise nach Großbritannien mit bis zu fünf Hunden aus Deutschland oder einem anderen EU-Land sind folgende Vorkehrungen notwendig:

  • Mikrochip oder Tätowierung, eventuell mit Identifikationsnummer
  • Tollwutimpfung, mindestens 21 Tage vor Reiseantritt
  • Heimtierausweis, wird vom Tierarzt ausgestellt
  • Bandwurmbehandlung, 1-5 Tage vor Einreise durchgeführt und in die Reisedokumente eingetragen.

Für die Einreise mit mehr als fünf Hunden gelten spezielle Regelungen.

Von der Einreise ausgeschlossene Rassen

Die Briten behalten sich vor, einigen Hunderassen die Einreise zu verweigern. Aber Achtung: Das Verbot bezieht sich nicht nur auf die Rassen, sondern auch auf Hunde mit ähnlichem Aussehen.
Ausgeschlossene Hunderassen:

  • Pitbull Terrier
  • Japanese Tosa
  • Dogo Argentino
  • Fila Brasileiro

Sollte der Hund nicht alle Bedingungen erfüllen, kann er in Quarantäne gestellt werden. Die Kosten müssen vom Halter übernommen werden

 

Der britische Hundeknigge

Für den Gast auf vier Pfoten gilt Freundlichkeit. Der Hund sollte andere Tiere und Menschen nicht belästigen, kann er das nicht, muss er an die Leine. Das gilt auch für Strände mit Leinenzwang. Die Natur ist zu schützen und Hunde mit starkem Jagdtrieb sind entsprechend vom Aufstöbern abzuhalten.
In stadtnahen Gebieten ist es von Vorteil, wenn der Hund während eines Einkaufsbummels oder dem Pubbesuch eine Unterbringung im Auto oder im Hotelzimmer hat. Dafür darf der Hund kostenlos in Bus und Bahn reisen, vorausgesetzt es ist ausreichend Platz vorhanden.
Um die Hinterlassenschaften seines Hundes kümmert sich der Halter.

Raus in die wilde Natur

Die englische Südküste ist eine malerische Kulisse, die zahlreiche Wanderouten für Hunde und ihre Begleiter anbietet. Mensch und Tier erklimmen zusammen die Steilküsten und genießen das Panorama, während der Wind leicht um die Nase weht. Gartenbesitzer öffnen ihre Pforten für einen Einblick in die englische Gartenkunst und romantische Fischerdörfer laden zum Bummel durch die historischen Straßen.

Der Südküstenpfad

Englands längster Fernwanderweg zieht sich mit ca. 1000 km entlang der abwechslungsreichen Küste. Er beginnt in Sommerset, führt durch Devon und Cornwall und endet in Dorset. Viele Hundestrände laden ein, den Weg für ein kühles Bad zu unterbrechen. Für die komplette Strecke sollten sechs Wochen eingeplant werden. Doch auch Teilabschnitte sind für Mensch und Tier ein Erlebnis. Entlang der Route bieten hundefreundliche Pensionsbesitzer Zimmer an.

Hilfe im Notfall

Ist der Hund im Ausland auf medizinische Versorgung angewiesen, so ist es oft nicht einfach, einen diensthabenden Tierarzt zu finden. Die RCVS ist die Regulierungsstelle für Tierärzte in England und hat eine Liste aller Veterinäre erstellt. Über eine einfache Suchfunktion finden Sie schnell einen Tierarzt in der Nähe

kleckerlabor

Künstlerin, Blogger & stolze Besitzerin von zwei Kurzhaar Collie Mädchen

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