Mit dem Hund auf die britische Insel

Was lange Zeit undenkbar war, ist seit dem schrittweisen Abbau der strengen Quarantänebestimmungen für die Einreise nach Großbritannien nun möglich. Schnell hat sich England als beliebtes Reiseziel für Hundebesitzer gemausert. Die Engländer sind ein hundevernarrtes Volk und zahlreiche Unterkünfte heißen Sie mit Ihrem vierbeinigen Begleiter Willkommen. Wanderwege für Hunde, Hundestrände und typische Gärten laden ein, in die wildromantische Natur der Insel einzutauchen.

Was ist für die Einreise notwendig?

Für die Urlaubsreise nach Großbritannien mit bis zu fünf Hunden aus Deutschland oder einem anderen EU-Land sind folgende Vorkehrungen notwendig:

  • Mikrochip oder Tätowierung, eventuell mit Identifikationsnummer
  • Tollwutimpfung, mindestens 21 Tage vor Reiseantritt
  • Heimtierausweis, wird vom Tierarzt ausgestellt
  • Bandwurmbehandlung, 1-5 Tage vor Einreise durchgeführt und in die Reisedokumente eingetragen.

Für die Einreise mit mehr als fünf Hunden gelten spezielle Regelungen.

Von der Einreise ausgeschlossene Rassen

Die Briten behalten sich vor, einigen Hunderassen die Einreise zu verweigern. Aber Achtung: Das Verbot bezieht sich nicht nur auf die Rassen, sondern auch auf Hunde mit ähnlichem Aussehen.
Ausgeschlossene Hunderassen:

  • Pitbull Terrier
  • Japanese Tosa
  • Dogo Argentino
  • Fila Brasileiro

Sollte der Hund nicht alle Bedingungen erfüllen, kann er in Quarantäne gestellt werden. Die Kosten müssen vom Halter übernommen werden

 

Der britische Hundeknigge

Für den Gast auf vier Pfoten gilt Freundlichkeit. Der Hund sollte andere Tiere und Menschen nicht belästigen, kann er das nicht, muss er an die Leine. Das gilt auch für Strände mit Leinenzwang. Die Natur ist zu schützen und Hunde mit starkem Jagdtrieb sind entsprechend vom Aufstöbern abzuhalten.
In stadtnahen Gebieten ist es von Vorteil, wenn der Hund während eines Einkaufsbummels oder dem Pubbesuch eine Unterbringung im Auto oder im Hotelzimmer hat. Dafür darf der Hund kostenlos in Bus und Bahn reisen, vorausgesetzt es ist ausreichend Platz vorhanden.
Um die Hinterlassenschaften seines Hundes kümmert sich der Halter.

Raus in die wilde Natur

Die englische Südküste ist eine malerische Kulisse, die zahlreiche Wanderouten für Hunde und ihre Begleiter anbietet. Mensch und Tier erklimmen zusammen die Steilküsten und genießen das Panorama, während der Wind leicht um die Nase weht. Gartenbesitzer öffnen ihre Pforten für einen Einblick in die englische Gartenkunst und romantische Fischerdörfer laden zum Bummel durch die historischen Straßen.

Der Südküstenpfad

Englands längster Fernwanderweg zieht sich mit ca. 1000 km entlang der abwechslungsreichen Küste. Er beginnt in Sommerset, führt durch Devon und Cornwall und endet in Dorset. Viele Hundestrände laden ein, den Weg für ein kühles Bad zu unterbrechen. Für die komplette Strecke sollten sechs Wochen eingeplant werden. Doch auch Teilabschnitte sind für Mensch und Tier ein Erlebnis. Entlang der Route bieten hundefreundliche Pensionsbesitzer Zimmer an.

Hilfe im Notfall

Ist der Hund im Ausland auf medizinische Versorgung angewiesen, so ist es oft nicht einfach, einen diensthabenden Tierarzt zu finden. Die RCVS ist die Regulierungsstelle für Tierärzte in England und hat eine Liste aller Veterinäre erstellt. Über eine einfache Suchfunktion finden Sie schnell einen Tierarzt in der Nähe

Alano Español

Der Alano Español ist eine nicht von der FCI anerkannte Hunderasse aus Spanien. Die Rasse wird von der Real Sociedad Canina de España (RSCE) anerkannt, die Spanien in der FCI vertritt, und führt dort die Standard-Nummer 406. Sie kann auf spanischen Rassehundeausstellungen ausgestellt werden und den Championtitel erwerben.

Beim Alano Español handelt es sich um einen molossoiden Hundetyp. Die Hündinnen werden bei einer Schulterhöhe von 56 bis 60 cm zwischen 25 und 35 kg schwer, die Rüden kommen bei 60 bis 63 cm Schulterhöhe auf 30 bis 40 kg.

Der Name Alano steht in romanischen Sprachen für verschiedene Hunde molossoiden Typs,[2] so heißt die Deutsche Dogge beispielsweise auf italienisch Alano,[3] auf spanisch wird sie auch als Alano Alemán bezeichnet.

Abgrenzung zum Dogo Canario

Der Dogo Canario (FCI-Standard Nr. 346) ist nicht identisch mit dem Alano Español. Die RSCE führt beide mit je eigenem Rassestandard unter verschiedenen Nummern.[4]

Einzelnachweise

  1. Ergebnisse CAC Mai 2012 (PDF

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273 kB)
2. Juan-Pablo García-Borrón: Recurrencias etimologicas. Los nombres de animales. In: Anuario de Estudios Filológicos. Band 19, 1996, ISSN 0210-8178, S. 205–221, hier S. 205.
3. Rasseübersicht der ENCI (italienisch) Die Rasse mit der Nummer 235, die Deutsche Dogge, heißt hier Alano.
4. Rassestandard der RSCE für den Alano Español (Nr. 406) (englisch, pdf 244 KB), Rassestandard der RSCE für den Dogo Canario (Nr. 346) (englisch, pdf 284 KB)

Weblinks

Commons: Alano Español – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

 

 

 

Alano Español von Wikipedia ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz.

Hundesteuer

Die Hundesteuer ist eine Gemeindesteuer, mit der das Halten von Hunden besteuert wird. Wie jede Steuer ist sie eine öffentlich-rechtliche Abgabe, der keine bestimmte Leistung (etwa das Reinigen der Straßen von Hundekot) gegenübersteht und die nach dem Gesamtdeckungsprinzip zur Finanzierung aller kommunalen Aufgaben mitverwandt wird. Die Hundesteuer zählt zu den Aufwandsteuern.[1]

Weltgeschichte

1796 wurde in Großbritannien eine staatliche Hundesteuer eingeführt und 1987 abgeschafft. Oft wurde sie als weltweit erste Hundesteuer bezeichnet.[2] Im deutschen Sprachraum schlug der Dresdner Scharfrichter Polster Mitte des 18. Jahrhunderts die Einführung einer Hundesteuer zur Populationskontrolle vor, scheiterte mit diesem Vorschlag jedoch.[3][4]

Deutschland

Allgemein

Die Hundesteuer wird als Jahressteuer pro gehaltenem Hund erhoben und ist eine Aufwandsteuer, die in den Kommunen erhoben wird. Sie ist eine direkte Steuer, da Steuerträgerund Steuerpflichtiger der Hundehalter ist. Rechtsgrundlage für die Erhebung der Hundesteuer ist die jeweilige kommunale Hundesteuersatzung, die ihrerseits auf dem Kommunalabgabengesetz des Bundeslandes beruht. In den Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg gilt unmittelbar das Hundesteuergesetz. Das baden-württembergische und das saarländische Kommunalabgabengesetz verpflichten die Kommunen zur Erhebung einer Hundesteuer.[5][6] Allerdings gibt es nur sehr wenige Gemeinden in Deutschland, die keine Hundesteuer erheben (z. B. Eschborn und Windorf). Die zuvor hundesteuerfreie Stadt Hörstel in Nordrhein-Westfalen führte die Hundesteuer mit Beginn des Jahres 2011 ein.

Das Recht zur Erhebung der Hundesteuer haben die Gemeinden. Die Verwaltung der Steuer und der Ertrag steht den Städten und Gemeinden zu, die in Satzungen die Regelungen zu Befreiungsmöglichkeiten und zur Höhe der Steuer festlegen. Daher variiert der Steuersatz von Gemeinde zu Gemeinde erheblich. Die Stiftung Warentest stellte in einem Vergleich von 70 Städten und Gemeinden im Jahr 2015 Beträge zwischen 0 und 186 Euro pro Jahr fest.[7]

Die kommunale Aufwandsteuer wurde ursprünglich ausschließlich auf die Haltung von Hunden und nicht auf die Haltung anderer Tiere erhoben, inzwischen erheben einige Gemeinden aber auch eine Pferdesteuer. Die Steuer wird von den Städten und Gemeinden als zusätzliche fiskalische Einnahmemöglichkeit beim Ausgleich der kommunalen Haushalte gesehen.

Oft wird die Steuerhöhe für den zweiten und jeden weiteren Hund, in der Regel pro Haushalt, nicht pro Halter, vervielfacht. Viele Kommunen setzen daneben für bestimmte Hunderassen (sogenannte Kampfhunde oder „Listenhunde“) einen stark erhöhten Steuersatz fest. So verlangt zum Beispiel Cottbus 270 Euro und Starnberg 1000 Euro pro Jahr.[7]

Neben dem Einnahmezweck verfolgt die Hundesteuer auch als kommunale Lenkungsabgabe den ordnungspolitischen Zweck, die Zahl der Hunde im Gemeindegebiet zu begrenzen.

Für Hunde, die zu gewerblichen Zwecke gehalten werden (zur gewerblichen Hundezucht oder für den Hundehandel, Hütehunde), darf keine Hundesteuer erhoben werden, da die Gesetzgebungskompetenz der Länder aus Art. 105 Abs. 2a GG (örtliche Verbrauch- und Aufwandsteuern) nur eine Steuer für das Halten von Hunden durch natürliche Personen zu privaten Zwecken abdeckt. Daneben sehen die Kommunalsatzungen oftmals Steuerbefreiungen oder -ermäßigungen für BlindenhundeHütehundeGebrauchshunde, Hunde mit bestandener Begleithundeprüfung, Hunde in oder aus Tierheimen sowie für private Hundezüchter vor.

Hundesteueraufkommen Deutschland in Mill. Euro[8]
1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008
Gemeindesteuern der Stadtstaaten 15 15 16 16 17 16 16 15 16 15 15 15
Steuereinnahmen der Gemeinden/Gv. 154 164 172 182 192 196 203 210 216 220 224 232
Summe 169 179 188 198 209 212 219 225 232 235 239 247

Erhöhte Steuer für als gefährlich geltende Hunderassen

Die Obergrenze für die Hundesteuer, insbesondere für die von Kritikern als „Strafsteuer“ bezeichnete erhöhte Steuer auf „Listenhunde“, ist umstritten.

Die Auflistung von Hunderassen für eine Veranlagung zu einer erhöhten Hundesteuer liegt weitgehend im Gestaltungsspielraum des örtlichen Satzungs- bzw. Landesgesetzgebers. Einzelne Klagen dagegen führten aber auch schon zu Urteilen gegen die sachlich nicht begründete Aufnahme in eine Liste angeblich gefährlicher Hunderassen. So vertrat das Verwaltungsgericht Göttingen beispielsweise in einem Urteil vom 12. Juli 2004[9] die Auffassung, auch unter Berücksichtigung des dem Satzungsgeber zustehenden, grundsätzlich weiten Gestaltungsspielraums fehle es an hinreichend sachbezogenen Gründen dafür, Gebrauchshunde der Rasse Dobermann unter dem Aspekt der Schadensauffälligkeit als Kampfhunde einzustufen, aber Hunde anderer anerkannter Gebrauchshunderassen – insbesondere den Deutschen Schäferhund –, die nach Größe, Beißkraft und Schadensauffälligkeit ein gleiches Gefahrenpotential aufweisen, demgegenüber von der erhöhten Hundesteuer freizustellen. Für das diesbezüglich vom Satzungsgeber verfolgte Regelungskonzept seien hinreichend sachbezogene, die ungleichen Rechtsfolgen nach Art und Gewicht rechtfertigende Gründe nicht zu erkennen.

Hürth beschloss als erste Stadt im Mai 1991 eine von 108 DM auf 2.160 DM erhöhte Hundesteuer für sogenannte „Kampfhunde“, die als besonders aggressiv und angriffslustig gelten.[10]

Das Bundesverwaltungsgericht erachtete die erhöhte Steuer für Kampfhunde im Jahr 2000 für grundsätzlich zulässig.[11] Allerdings hält der 4. Senat des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs mit seinem (noch nicht rechtskräftigen) Urteil vom 25. Juli 2013 eine Hundesteuer für Kampfhunde in Höhe von 2.000 Euro für unzulässig.[12]

Geschichte

Bereits seit dem ausgehenden Mittelalter, im 15. Jahrhundert, mussten die lehnsrechtabhängigen Bauern für ihre Hundehaltung ‚Hundekorn‘ bezahlen und ihre ‚Hundegestellungspflicht‘, wie das Bundesfinanzministerium über die Vorgeschichte der Hundesteuer aufklärt, im Rahmen der Jagdfrondienste bei ihrem Lehnsherrn ablösen.

Im damals noch dänischen Herzogtum Holstein wurde bereits am 20. März 1807 die Hundesteuer durch den König Christian VII. eingeführt, um den Kommunen die Möglichkeit zu geben, ihre Armenkassen aufzubessern.

In Deutschland wurde die Hundesteuer erstmals durch eine Verordnung der Fürstlich Isenburgischen Regierung vom 28. Februar 1807 in der Stadt Offenbach am Main erhoben; sie betrug jährlich einen Reichstaler und sollte als Beitrag zur Tilgung städtischer Kriegsschulden dienen.[13] Als seuchenpolizeiliche Maßnahme zur Verringerung der Hundezahl und damit der Tollwutgefahr wurde sie mit der Verordnung vom 19. Mai 1809 und Abgabe ab 1. Juli 1809 in Sachsen-Coburg eingeführt. Hier war die jährlich zu entrichtende Abgabe bei Hündinnen geringer als bei Rüden; halb befreit waren Wachhunde für Hausbesitzer in nicht im Wald liegenden Dörfern; ganz befreit waren zwei Hunde für Jäger, einer für jede Herde von Schäfern, Wachhunde für Lotto-Boten, Amts- und Gerichts-Frohnen, Nachtwächter, Hausbesitzer in Walddörfern und abgelegener einzelner Wohnungen, Scherenschleifer und andere Gewerbetreibende, die ihn zu ihrer Sicherheit brauchten, sowie die vom Scharfrichter gehaltenen herrschaftlichen Jagdhunde. Für die abgabefreien Sicherheitshunde bestand Maulkorbpflicht. Es wurden für alle Hunde Blechmarken mit Nummern ausgegeben, die am Halsband anzubringen waren. Für halb oder ganz steuerbefreite Hunde waren sie etwas teurer. Der Nachrichter hatte nicht markierte Hunde einzufangen. Fremde hatten ihre Hunde nicht auf die Straße laufen zu lassen; das sollte in Poststationen und Gasthäusern angeschlagen werden. Gleichzeitig wurde verfügt, dass der erste Wurf einer jeden Hündin zu ertränken ist.[14][15]

Am 6. Juli 1809 wurde eine vierteljährliche Hundesteuer im Königreich Württemberg erlassen, wobei herrschaftliche Hunde, Hunde von Mitgliedern des Königshauses und Jagdhunde von Jägern und Jagdherrn ausgenommen waren.[15] In den Jahren 1839–1841 wurden die Steuersätze herabgesetzt, was eine starke Vermehrung der Hunde bewirkte, so dass man 1842–1844 wieder die höheren Sätze einhob und ein zweiter „Luxushund“ mehr als der erste kostete. Die Hälfte ging an die Ortskasse.[16]

Friedrich Wilhelm III. erließ mit 28. Oktober 1810 das „Edikt über die neuen Consumptions- und Luxus-Steuern“, welches neben Steuern für etwa Diener und Pferde auch für Hunde eine so genannte Luxussteuer einführte. Der Staat war der Ansicht, dass jemand, der es sich leisten kann, Hunde zu halten, die keine Nutztiere sind, daneben auch noch genug Geld haben muss, um dafür einen Sonderbeitrag zu zahlen. Ausgenommen waren Hunde, die für ein Gewerbe notwendig waren, und Wachhunde der Bauern.[17] Es war eine Staats-Steuer. Die Ansichten änderten sich aber. Mit der Kabinettsorder vom 29. April 1829 wurde den Stadtgemeinden die Berechtigung erteilt, eine Hundesteuer einzuheben.[18] Dies war in Deutschland somit die erste allgemeine staatliche Berechtigung für eine Hundesteuer von Kommunen. Die Einführung trug 1830 zur explosiven Lage in der Berliner Schneiderrevolution bei.[19] Mit der Kabinettsorder vom 18. Oktober 1834 erhielten auch Kommunen, die keine Städte waren, das Recht, eine Hundesteuer einzuführen.[20] 1840 reihte der preußische Staatswirtschaftler Johann Gottfried Hoffmann die Hundesteuer unter die „Steuern, wodurch Aufmerksamkeit für ihren Gegenstand erweckt werden soll“ sowie unter jene Steuern ein, deren hauptsächlicher Zweck nicht ist, Einkommen zu verschaffen.[21]

Unglücksfälle durch tollwütige Hunde bei Mensch und Tier bewogen das Großherzogtum Baden, mit Erlass vom 13. Februar 1811 eine jährliche Hundesteuer einzuführen (in Amts-Städten halbjährlich eingehoben), um die übermäßige Anzahl der Hunde und damit die Gefahr zu minimieren. Man nahm nämlich an, dass wer die Taxe entrichten könne, auch für die ordentliche Verpflegung sorgen könne. Jeder Hundebesitzer bekam einen Erlaubnisschein. Von der Steuer befreit waren Metzger, Fuhrleute, Wächter, Hirten, Schäfer, Feldhüter und Bannwarte. Ebenso befreit waren Wachhunde von Gebäudebesitzern, die bei offenem Tor anzuketten waren, sowie die Hunde jagdberechtigter Stellen, die außerhalb der Zeit des Gebrauchs eingesperrt zu halten waren.[15]

Österreich

Allgemein

Das Halten von Hunden unterliegt in Österreich der Steuerpflicht und wird in Form der nicht zweckgebundenen Hundeabgabe eingehoben. Zu diesem Zweck sind Hunde ab einem Lebensalter von drei Monaten der zuständigen Behörde zu melden, welche das jeweilige Gemeindeamt oder Magistrat ist. Die Anmeldung kann für viele Gemeinden bereits online durchgeführt werden.[22] Sobald der vorgeschriebene Betrag entrichtet wurde, erhält der Hundehalter dafür die Hundemarke. Die Hundemarke ist sichtbar am Hund anzubringen wenn dieser das Haus verlässt.

Die Höhe der Hundeabgabe variiert in den Bundesländern und Gemeinden. So schreibt die Stadtkasse Wien jährlich 72 € für den ersten und 105 €[23] für jeden weiteren Hund vor, hingegen schreibt der Tiroler Landtag den Gemeinden eine maximale Höchstabgabe von 45 €[24] je Hund pro Jahr vor. Auch die Befreiung von der Abgabe ist länder(gemeinde)spezifisch unterschiedlich geregelt. Die großzügigste Regelung sieht der steiermärkische Landtag vor (siehe §§ 2, 4[25]). Verstöße gegen das Hundehaltungsgesetz ziehen eine Verwaltungsstrafe nach sich, welche beispielsweise in Oberösterreich eine Geldstrafe von bis zu 7.000 €[26] ausmachen kann.

Eine Besonderheit bietet die Stadt Wien an. Der Hundehalter kann eine freiwillige Hundeführscheinprüfung[27] ablegen. Wird diese vom Hundehalter und dem Hund erfolgreich absolviert, fällt im Folgejahr für den geprüften Hund einmalig keine Hundeabgabe an.

Einführung

Mit dem BGBl. 150/1934 und 120/1937 § 10 lit. c wurde erstmals bundeseinheitlich eine Rechtsgrundlage für die Hundeabgabe geschaffen. Sie schreibt keine Höhe vor, sondern bestimmt, dass die Gemeinden die Hundeabgabe einnehmen und zweckfrei verwenden dürfen.

Land Vorarlberg

Eingeführt wurde die Hundetaxe mit dem LGBl. Nr. 33, am 8. Juli 1875. Das Gesetz wurde bis zu seiner heute gültigen Fassung fünfmal geändert: 16/1886, 83/1920, 10/1922, 7/1923, 22/1937[28]. Die Änderungen betrafen lediglich jeweils die Mindesthöhe bzw. die Höchstgrenze der Abgabe. Die Gemeinde Lorüns beschloss am 7. Oktober 2008, abseits der Regelungen des Finanzausgleichsgesetzes, erstmals auch Therapiehunde von der Hundesteuer zu befreien.[29]

Land Tirol

Das Tiroler Hundesteuergesetz T trat mit 1. Jänner 1980 in Kraft und löste den § 25 Gemeindeabgabegesetz LGBl. 43/1935 ab. Die Stadt Hall in Tirol hat die Hundesteuer 1850 eingeführt, um der wachsenden Anzahl an Hunden Herr zu werden.[30]

Land Salzburg

Eine landeseinheitliche Regelung ist nicht verlautbart. Die Gemeinden des Landes Salzburg beziehen sich bei ihren Verordnungen auf die verschiedenen Ausgaben des Finanzausgleichsgesetzes.

Land Oberösterreich

Im Jahr 2002 wurde das Hundehaltegesetz OÖ eingeführt. Das Land Oberösterreich verpflichtet seine Gemeinden im § 10, gestützt durch den § 8 Abs. 5 und 6 FAG 1948 (BGBl. Nr. 46/1948) eine Hundeabgabe einzuheben.

Land Niederösterreich

Im Jahr 1979 wurde das Hundeabgabegesetz NÖ eingeführt.

Land Steiermark

Der Landtag beschloss am 14. März 1950 das Hundeabgabegesetz Stmk. § 5 stellt für Hundezüchter eine Begünstigung in Aussicht.

Land Kärnten

Das Hundeabgabegesetz Ktn wurde am 1. Jänner 1970 eingeführt. Das Gesetz befreit ausdrücklich Hunde in Tierasylheimen von der Abgabe.

Land Burgenland

Eingeführt wurde das Hundeabgabengesetz Bgld am 1. Jänner 1950. Das Gesetz sieht eine Mindest- und Höchstabgabe für Nutzhunde vor, sowie eine Mindestabgabe für sonstige Hunde.

Land Wien

Eingeführt wurde das Hundeabgabegesetz Wien am 1. Jänner 1922 und bis zur heute gültigen Fassung unterlief es sieben Novellen. Die Höchstabgabe wird durch das Gesetz festgelegt. Vor der Abspaltung 1921 gab es schon in der zum Land Niederösterreich gehörenden Stadt Wien eine Hundesteuer.

Schweiz

Die Hundesteuer wird von den Gemeinden aufgrund der kantonalen Hundegesetze erhoben. Teilweise fliesst ein Teil der Hundesteuer in die Kasse der Kantone. Im Kanton Zürich hat z.B. jede Gemeinde pro besteuertem Hund einen Betrag an den Kanton abzuführen.

Andere europäische Länder

In Dänemark gibt es seit 1972 keine Hundesteuer mehr. Frankreich hat die Hundesteuer bereits 1979 abgeschafft, England im Frühjahr 1990 (in beiden Ländern gibt es weitaus mehr Hunde als in Deutschland). In Schweden wurde sie 1995 abgeschafft. In den folgenden Jahren wurde die Hundesteuer auch in Belgien, Spanien, Italien, Griechenland, Ungarn und Kroatien abgeschafft. In den Niederlanden kann eine Kommune eine Hundesteuer erheben, in Luxemburg besteht eine Verpflichtung zur Erhebung.

Rest der Welt

In Namibia wird eine Abgabe für Hunde unter anderem in der Hauptstadt Windhoek erhoben. Sie ist für alle Hunde ab dem 6. Lebensmonat vorgeschrieben und beträgt pro Kalenderjahr N$ 30 für Rüden sowie nicht kastrierte weibliche Hunde und N$ 15 für kastrierte weibliche Hunde.[31] Die Verordnung wird von der Stadtpolizei Windhoek überwacht.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Hochspringen OVG Münster, Beschluss vom 14.05.2012 – Az.: 14 A 926/12
  2. Hochspringen Patrick Ernst Sensburg, Martin Maslaton: Abgabenrecht in der Zuständigkeit der Verwaltungsgerichte. BWV Verlag, 2007, ISBN 978-3-8305-1284-4, S. 72 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)
  3. Hochspringen Otto Richter 1891: Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte der Stadt Dresden, Seite 203
  4. Hochspringen Johann Caspar Glenzdorf; Fritz Treichel: Henker, Schinder und arme Sünder. 2 Bde., Bd. 1: Beiträge zur Geschichte des deutschen Scharfrichter- und Abdeckerwesens. S. 90, W. Rost, Bad Münder am Deister 1970.
  5. Hochspringen Kommunalabgabengesetz Baden-Württemberg
  6. Hochspringen Saarländisches Kommunalabgabengesetz (PDF; 52 kB)
  7. ↑ Hochspringen nach:a b FAQ Hundesteuer: Antworten auf die wichtigsten Fragen In: Stiftung Warentest/test.de vom 14. April 2015.
  8. Hochspringen 1997–1998: Statistisches Bundesamt Deutschland: Finanzen und Steuern. Rechnungsergebnisse des öffentlichen Gesamthaushalts – Fachserie 14 Reihe 3.1 – 2001. Erschienen am 22. Dezember 2004. (online xls-Datei 6,2 MB)
    1999–2003: Statistisches Bundesamt Deutschland: Finanzen und Steuern. Rechnungsergebnisse des öffentlichen Gesamthaushalts – Fachserie 14 Reihe 3.1 – 2003. Erschienen am 16. Februar 2006. (online xls-Datei 5,4 MB)
    2004–2008: Statistisches Bundesamt Deutschland: Finanzen und Steuern. Rechnungsergebnisse des öffentlichen Gesamthaushalts – Fachserie 14 Reihe 3.1 – 2008. Erschienen am 29. Juli 2011, korrigiert am 19. Oktober 2011. (online xls-Datei 5,8 MB)
  9. Hochspringen VG Göttingen, Urteil vom 12. Juli 2004 (PDF; 32 kB), Az. 3 A 38/03, Volltext.
  10. Hochspringen Aktuell ’92 (Das Lexikon der Gegenwart), Harenberg-Lexikon-Verlag, ISBN 3-611-00222-4, S. 215.
  11. Hochspringen BVerwG, Urteil vom 19. Januar 2000, Az. 11 C 8/99, Volltext.
  12. Hochspringen Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs vom 25. Juli 2013 Az. 4 B 13.144,
    Bayerischer Verwaltungsgerichtshof: Pressemitteilung. 2.000 Euro Hundesteuer für einen Kampfhund sind zu viel. München, 8. August 2013 (pdf; 43,2 kB)
  13. Hochspringen Beilage zu Nro. 13 des Privilegirten Offenbacher Frag- und Anzeigenblatts, 28. Februar 1807
  14. Hochspringen Mandat, das Hundehalten in den Herzogl. S. Coburg. Landen betreffend. In: Sammlung der Landesgesetze und Verordnungen für das Herzogthum Coburg auf den Zeitraum von 1800 bis 1826 und resp. weiter bis 1839 incl. Band 13: Gesetze und Verordnungen polizeilichen Inhalts. Kommission bei J. D. Meusel und Sohn, Coburg 1844, S. 156–164 (Online in der Google-Buchsuche zusammen mit Band 14)
  15. ↑ Hochspringen nach:a b c Johann Paul Karl: Vollständiges theoretisch-praktisches Handbuch der gesamten Steuer-Regulierung. 2. Band (mit Biographie), K. H. Rau, Erlangen 1816, S. 167–176, S. 272 (Online in der Google-Buchsuche)
    S. 167: Sachsen-Coburg, Einführung einer Taxe auf die Hunde betreffend, 19. Mai 1809
    S. 173: Württemberg, Kgl. General-Rescript, die Einführung einer Taxe auf die Hunde betreffend, 6. Juli 1809
    S. 174: Baden, 13. Februar 1811
  16. Hochspringen Karl Heinrich Rau: Lehrbuch der politischen Oekonomie. 2. Auflage. 3. Band, 2. Teil, C. F. Winter, Heidelberg 1846, S. 188 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)
  17. Hochspringen Hermann-Wilfried Bayer: Steuerlehre: Steuerverfassung, Steuergesetz, Steuergericht. Walter de Gruyter, 1998, ISBN 3-11-004568-0, S. 411 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)
  18. Hochspringen Heinrich Simon: Das preussische Staatsrecht. 2. Teil, Georg Philipp Aderholz, Breslau 1844, S. 521 (Online in der Google-Buchsuche)
  19. Hochspringen Ilja MieckVon der Reformzeit zur Revolution (1806–1847). In: Wolfgang Ribbe (Hrsg.): Geschichte Berlins, Erster Band. Verlag C.H.Beck, München 1987, S. 528. ISBN 3-406-31591-7
  20. Hochspringen Vollständiges Archiv der von 1816 bis mit 1836 durch die Amtsblätter der Königl. Preuss. Regierung zu Magdeburg publicirten, die Justiz und gesammte Verwaltung betreffenden allerhöchsten Landes-Provinzial- und Kreisverfügungen, Franzen und Große, Stendal 1838, S. 253 (Online in der Google-Buchsuche)
  21. Hochspringen Johann Gottfried Hoffmann: Die Lehre von den Steuern. Als Anleitung zu gründlichen Urtheilen über das Steuerwesen, mit besonderer Beziehung auf den preussischen Staat. Nicolai, Berlin 1840, S. IX, S. 90 (Online in der Google-Buchsuche)
  22. Hochspringen www.help.gv.at Online Antragsformular
  23. Hochspringen Wien schöpft bei Hundeabgabe ab 2012 gesetzlichen Rahmen aus
  24. Hochspringen Gesetzestext des Tiroler Landtages zur Hundeabgabe
  25. Hochspringen Gesetzestext des Steiermärkischen Landtages zur Hundeabgabe
  26. Hochspringen Gesetzestext des Oberösterreichischen Landtages zur Hundeabgabe
  27. Hochspringen Hundeführschein der Stadt Wien (pdf)
  28. Hochspringen Vorarlberger Archiv der Landesgesetzblätter
  29. Hochspringen Gemeinderatssitzung am 7. Oktober 2008 der Gemeinde Lorüns in Vorarlberg (PDF; 89 kB)
  30. Hochspringen Histor. Hundesteuer Hall in Tirol
  31. Hochspringen City of Windhoek, Citizen Portal: Dog licences abgerufen am 3. November 2012

 

 

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Das Leuchthalsband für Hunde – Sicherheit auf 4 Pfoten

Der Herbst ist in Deutschland angekommen. Der Winter steht direkt vor der Tür. Die Tage werden kürzer. Morgens wird es später hell. Am Abend schneller dunkel.Für die meisten Hunde und Hundehalter bedeutet das, dass mindestens ein bis zwei Spaziergänge am Tag in der Dämmerung oder im Dunkeln stattfinden.Und genau das kann auch schnell und unvorhersehbar zur Gefahr werden. Ein Fahrradfahrer, der um die Ecke biegt und den Hund im Dunkeln nicht richtig erkennt. Ein Autofahrer, der Hund und Halter beim Überqueren der Straße nicht erkennt. Und schon ist der Unfall geschehen.

Ähnlich wie sich auch Fahrradfahrer und Kinder in der Dämmerung und im Dunkeln schützen und dazu Reflektoren und Lichter am Körper oder Fahrrad anbringen oder auch reflektierende Kleidung anbringen, kann auch der Hundehalter seinen Hund schützen.Neben Sicherheitswesten für Hunde, die bei einem Lichteinfall das Licht reflektieren und den Hund so besser sichtbar machen, kan auch das Leuchthalsband  für den Hund in der Dunkelheit für Sichtbarkeit und Schutz sorgen. Einerseits vor anderen Verkehrsteilnehmern, aber auch in Sachen Sichtbarkeit für den Halter selbst.

Geht es beispielsweise zum Spaziergang in der Dämmerung in ein Freilaufgebiet mit Gebüsch, Wiese und Wald ist der Hund so in der Umgebung wesentlich schneller und besser für den Halter zu erkennen.

Leuchthalsbänder für Hunde gibt es in unterschiedlicher Qualität und Materialien. Besonders praktisch und gut geeignet sind jene Leuchthalsbänder, die über einen Akku betrieben und per USB aufladbar sind. Je dicker der sogenannte Leuchtring ist, umso stärker ist in der Regel auch die Leuchtkraft des Halsbands. Das macht den Hund besonders gut sichtbar – auch bei mittellangem oder langem Hundefell.
Damit ist die Leuchtkraft und die Leuchtdauer ein ganz besonderes Kriterium beim Kauf eines Leuchthalsbandes für den Hund. Aber auch Tragekomfort, Wasserdichte und Robustheit spielen eine wichtige Rollen. Denn schließlich ist der Herbst auch für seinen Regen bekannt – und mindestens diesem sollte das Leuchthalsband dauerhaft standhalten.

Das Leuchthalsband sollte für den Hund bequem sitzen. Schließlich wird es als zusätzliches Halsband getragen. Bestenfalls ist die Länge des Halsbands individuell einstellbar. So kann man vor allem bei Hunden mit mittellangem und langem Fell dazu beitragen, dass das Leuchthalsband nicht unter dem Fell verschwindet und damit seine Funktion nicht mehr erfüllen kann. Als Hundefreunde, die sich sehr gern ausgiebig mit Hundezubehör beschäftigen, finden Sie entsprechende Leuchthalsband Tests und Bewertungen auf der Webseite www.haustiertracker.de. Weiterhin informieren wir ausführlich über GPS Geräte für Hunde und Katzen und Tierregister, die im Fall eines Entlaufens des Haustiers hilfreich sein können.

Kommen Sie und Ihr Vierbeiner gesund und sicher durch Herbst und Winter.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Leishmaniose beim Hund

Die Mittelmeer Erkrankung kann die Sandmücke (Schmetterlingsmücke, Phlebotomus) im Urlaub auf ihren Hund übertragen. Sie ist im gesamten Mittelmeerraum beheimatet. Sie ist die wohl bekannteste Tropenkrankheit bei Hunden. Bisher sind ausschließlich Übertragungswege von der Mücke zum Hund bekannt. Tiere untereinander stecken sich nach bisher bekannten Forschungsergebnissen nicht an. Nur bei Welpen kann die Erkrankung über die Plazenta übertragen werden. Eine Tier-Mensch-Übertragung findet nicht statt. Eine vollständige Heilung ist nach den jetzigen Erkenntnissen nicht möglich.

Was ist Leishmaniose?

Die Tropenkrankheit wurde nach dem schottische Tropenarzt William Boog Leishmann benannt. Leishmanien sind einzellige Blut-Parasiten, die durch Sand- oder Schmetterlingsmücke übertragen werden. Die Leishmanien befallen die weißen Blutkörperchen, die sogenannten Fresszellen, die eingedrungene Krankheitserreger beseitigen. Leishmanien schädigen das Knochenmark und lebenswichtige Organe wie Nieren, Leber und Milz. Unbehandelt führt die Krankheit zum Tod.

Wo tritt die Krankheit auf?

Als Mittelmeer Krankheit bekannt tritt Leishmaniose am gesamten Mittelmeer, in Frankreich, in der Schweiz, in Osteuropa und durch die Klimaveränderung, in Österreich und Südeuropa auf.

Auf welche Symptome muss sich achten?

Waren Sie mit Ihrem Hund im Urlaub in einem Risikogebiet oder stammt Ihr Hund von dort, dann sollten Sie auf diese Symptome achten:

  • Durchfall
  • Lahmheit
  • Appetitlosigkeit
  • Leistungsabfall
  • Gewichtsverlust
  • schnelles Ermüden
  • hecheln

Als spezielles Symptom ist das Ausfransen der Ohrränder bekannt. Die Ohrränder reißen mehrfach ein. Kleine Hautwunden finden sich bei der mediterranen Erkrankung zuerst an der Innenseite der Ohren, später auch an anderen Körperteilen. Die Hauterkrankungen haben eine kreisrunde Form und heilen schlecht ab. Das Tragische an der Mittelmeer Krankheit ist die lange Inkubationszeit. Sie kann oft erst Jahre nach einem Urlaub im Süden auftreten, aber auch schon nach einem Monat ausbrechen.

Die Mittelmeer Erkrankung im fortgeschrittenen Stadium

Später zeigt sich das Krankheitsbild als:

  • Augenerkrankungen
  • blutiger Durchfall
  • Haarausfall
  • Haut- und Fellveränderungen
  • Nasenbluten
  • berührungsempfindlicher Bauch
  • Ausschläge mit fettigen weißen Schuppen auf dem Nasenrücken, um die Augen und an den Spitzen der Ohren
  • übermäßiges Krallenwachstum

Im späteren Stadium stinken Hunde regelrecht. Sie senden einen fauligen Geruch aus, der nicht nur aus dem Maul kommt.

Leishmaniose
LJNovaScotia / Pixabay

Therapie von Leishmaniose

Unbehandelt führt eine Erkrankung innerhalb eines Jahres meistens durch Nierenversagen zum Tod. Der Tierarzt erkennt einen Befall mit Leishmanien mithilfe von Blut- und Gewebeproben. Die Therapie besteht in der Stärkung der köpereigenen Abwehrkräfte und in der Hemmung des Wachstums der Erreger, denn eine Impfung gibt es nicht. Einmal infiziert, ist für den Hund eine lebenslange Therapie notwendig, was schnell zum Kostenfaktor werden kann. Wirkstoffe gegen die Mittelmeer Erkrankung und deren häufigsten Nebenwirkungen sind:

  • Glucxantim – Beschwerden im Verdauungssystem und schmerzhafte Schwellungen an der Einstichstelle
  • Miltefosin – Magen-und Darmbeschwerden
  • Allopurinol – Harnsteine

Bei einer Resistenz gegen die Wirkstoffe wird die Erkrankung mit Antibiotika Amphotericin B, Antizykotika und Aminosidin behandelt. Oft muss zusätzlich die Ernährung umgestellt werden. Trotzdem können Hunde mit der Krankheit noch viele Jahre gut leben, wenn die Krankheit rechtzeitig erkannt und behandelt wird. Dazu können Sie Ihren Hund regelmäßig auf Leishmanien Erreger und gebildete Antikörper testen lassen. So wird die Krankheit erkannt, bevor die Organe befallen sind.

Gibt es eine Vorsorgeimpfung für die Mittelmeer Krankheit?

Wenn Sie mit Ihrem Hund viel Zeit in bekannten Erreger-Gebieten verbringen, dann ist die Impfung „Leishmania-infantum“ sinnvoll. Bei rund 93 Prozent der geimpften Hunde läuft eine Infektion ohne Symptome ab.

Wie kann ich meinen Hund schützen?

Sandmücken sind in der Dunkelheit aktiv. Sie benötigen mehre Minuten, um Blut zu saugen und stechen ihre Opfer vor allem wenn diese ruhig schlafen. Sichern Sie Türen und Fenster und auch den Schlafplatz des Hundes mit einem Moskitonetz ab. Bei Einbruch der Dunkelheit bis zum Morgen sollten Hunde deshalb im Haus bleiben. Das späte Gassi gehen am Abend sollte dort erfolgen, wo viel Wind ist. Sandmücken halten sich vorwiegend in windgeschützten Bereichen, im Wald und in Sumpfgebieten auf.

Gibt es konventionelle Schutzmaßnahmen?

Ein Protektor-Halsband, das Mücken, Flöhe und Zecken durch einen speziellen Geruch abwehrt, kann vor dem Stich der Sandmücke schützen. Zudem gibt es für Hunde spezielle Anti-Mücken-Sprays, die auf unbehaarte Stellen aufgesprüht werden. Dazu zählen die Augenlider, die Nase, der Bauch und die Genitalien. Einen vorbeugenden Schutz erzielen Sie mit den Wirkstoffen Permethrin/Delatamethrin in einem Hundeshampoo.

Wie hoch ist das Risiko für Menschen?

Durch häufig auftretende Geschwüre sollten erkrankte Hunde nicht mit kleinen Kindern und mit Menschen, die eine geschwächte Abwehrkraft haben, in Kontakt kommen. Eine Übertragung durch Blut, Urin und Kot ist eher unwahrscheinlich. Leishmanien sind an der Luft nicht lebensfähig. Trocknet Blut aus Wunden und Kot ein, denn sterben die Leishmanien ab. Im Speichel treten keine Leishmanien auf. Eine Infizierung durch einen Hundebiss wurde bisher noch nicht nachgewiesen.